Kirche in Hohenleipisch erstrahlt in neuem Glanz

Hohenleipisch Mit einem Schnitt durch das Absperrband ist der größte Teil der Arbeiten zur Sanierung der evangelischen Kirche in Hohenleipisch abgeschlossen worden. Nach der Wende befand sich die Kirche in einem desolaten Zustand: Dach, Mauerwerk und Putz waren von Löchern geprägt, die Turmspitze schwankte und auf der Ostseite war noch ein Granateinschlag vom April 1945 zu sehen.

 
Der Vorsitzende des Förderkreises Evangelische Kirche, Detlef Bölke (r.), hält das symbolisch zerschnittene Absperrband vor der Kirche in der Hand.
Foto: V. Rösler

Kirchennachbar Reinhard Dietrich hatte im Jahr 1996 die Initiative zur Sanierung der Kirche ergriffen, die dann später vom 2001 gegründeten Förderkreis sowie der Kirchgemeinde fortgesetzt wurde. Mühsam und mit vielen eigenen Mitteln kämpfte die Kirchgemeinde und der Förderkreis wie auch die Gemeindevertretung um jeden kleinen Baustein. So wurden nach der Turmspitze die Turmaußenhaut, die Uhr und das Geläut, die Apsis und das Dach des Kirchenschiffes saniert. Alle Arbeiten mussten in Absprache mit dem Denkmalschutz und unter Regie des Kirchlichen Bauamtes ausgeführt werden. Drastische und symbolträchtige Mittel mussten zwischenzeitlich angewendet werden, um auf den schlechten Zustand der Kirche hinzuweisen. So wurde von Pfarrer Holger Zschömitzsch im September 1998 die still stehende Kirchturmuhr auf fünf vor zwölf gestellt und im November 2000 war das Areal plötzlich wegen abstürzender Bauwerksteile weiträumig mit einem Absperrband umgeben.

Über 700 000 Euro aus unterschiedlichen Töpfen sind in den vergangenen 14 Jahren in die Sanierung geflossen. Nicht nur die Mitglieder des Förderkreises und viele Hohenleipischer hatten sich mit Spenden beteiligt, auch die beteiligten Firmen verzichteten als Spende auf Teile ihres Honorars.

Auch wenn der größte Teil der Arbeiten jetzt vorerst erledigt ist, so soll es dennoch innen und außen weitergehen. So wird demnächst noch die Außenanlage der Kirche neu gestaltet und die Orgel sowie die Heizung warten auf eine Überarbeitung.

Veit Rösler

Lausitzer Rundschau vom 24. Juli 2010

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