KOMMUNE: Bald sind die Engel dran

Verein feiert 10 Jahre Förderung der Patronatskirche

SCHULZENDORF - Sekt und Häppchen signalisierten Freitagabend in der Schulzendorfer Patronatskirche, dass es einen Grund zum Feiern gab. Vorsitzender Wilfried John ließ seine Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur nicht lange warten und ergriff das Wort aus Anlass des 10-jährigen Bestehens des Fördervereins für die Patronatskirche.

"Viele Helfer haben ihren Teil dazu beigetragen, dass dieses Haus zu einem der schönsten Orte der Kultur in unserer Gemeinde geworden ist", sagte er und ergänzte: "Was die Hagia Sophia für Istanbul und der Petersdom für Rom ist, ist die Patronatskirche für Schulzendorf."

163 000 Euro seien für die Bauarbeiten eingeworben worden. Dazu käme die Arbeit vieler kleiner Handwerkerfirmen. Mit dem Finger wies John vom Rednerpult aus nach rechts oben in die Ecke und erinnerte so daran, wie es hier einmal ausgesehen hatte. Diese Ecke sei nun auch noch bald dran. Die Engel, der Luther und auch die Wappentafeln warteten noch auf ihre Sanierung.

John verwies aber auch auf die Hürden, die zu nehmen waren. Er erinnerte an die vielen Förderanträge bei der Stiftung Denkmalpflege, die jedoch ohne Erfolg blieben. Umso mehr dankte John der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, die dazu beigetragen habe, ein Schmuckstück aus dem ehemaligen Feldsteinbau zu machen.

Heute ist die Kirche ein Ort der Kunst und Begegnung. Zahlreiche Künstler gastierten hier. Sie wurde zum Raum für Ausstellungen. Seit 2006 empfängt der Bürgermeister hier seine Gäste zum Neujahrsempfang.

Erbaut wurde das Gotteshaus im 13./14. Jahrhundert auf den Resten einer Holz- und späteren Feldsteinkirche. Weihnachten 1979 fand der letzte Gottesdienst statt. 2001 schloss die Kirche mit der Gemeinde Schulzendorf einen Erbbaurechtsvertrag ab.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es bei der Feier am Freitag: Wegen der Vulkanwolke saßen einige Gäste im Ausland fest. Dazu gehörte auch der frühere Bürgermeister Herbert Burmeister mit seiner Frau Heidi, die beide aus Mallorca nicht wegkamen. am

Märkische Allgemeine vom 26. April 2010

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