Dahmsdorfer Kirche wird weiter saniert

Von Stefan Lötsch

Dahmsdorf (MOZ) Noch in diesem Jahr soll die Sanierung der Dorfkirche so weit abgeschlossen sein, dass das Gotteshaus wieder genutzt werden kann. Derweil ist der Förderverein weiter auf Spenden angewiesen, um die Arbeiten zu unterstützen, und plant dazu die ein oder andere Aktion.

Wichtige Etappen bei der Sanierung der Feldsteinkirche in Dahmsdorf, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, sind schon geschafft. Der Dachstuhl ist komplett erneuert, auch der Fachwerkturm wurde neu aufgebaut. Die Kosten, rund 146 000 Euro, seien im Rahmen dessen geblieben, was ursprünglich geplant worden sei, sagt Petra Kobalz, Baubeauftragte des Kirchenkreises Fürstenwalde-Strausberg.

Die Fresken, die bei den Dacharbeiten auf einer der Giebelseiten entdeckt worden sind, wurden gesichert. Zur genauen Datierung und Bestimmung ist aber noch nichts weiter bekannt. Petra Kobalz wartet da auf den Abschlussbericht des Restaurators. Wer sich das - wahrscheinlich ziemlich alte - Kunstwerk künftig näher ansehen will, muss allerdings etwas Mühen auf sich nehmen.

Die erste spontane Idee, nachdem die Malerei entdeckt wurde, keine Zwischendecke zwischen Kirchenschiff und Dachstuhl mehr einzuziehen bzw. die Zwischendecke teilweise aus Glas zu gestalten, um freien Blick auf den Giebel zu haben, wurde verworfen. "Vom Kirchenschiff zum Dachboden wird es aber eine Treppe geben", so Petra Kobalz.

Die Sanierungsarbeiten sollen sich nun in das Innere der Kirche verlagern. "Dort werden Malerarbeiten ausgeführt", so Petra Kobalz. Im Moment sei man dabei, den richtigen Farbton zu bestimmen. Außerdem ist vorgesehen, das Bauwerk trockenzulegen. Wann genau das Gotteshaus wieder nutzbar ist, darauf wollte sich die Baubeauftragte noch nicht festlegen.

Der Kirchenkreis hofft für die weiteren Bauarbeiten wieder auf Fördermittel. Allerdings sei man darüber hinaus weiter auf Spenden angewiesen. Das bestätigt auch Lothar Stange, Vorsitzender des Fördervereins in Dahmsdorf. Durch mannigfache Aktionen hat der Dahmsdorfer Verein, der rund 20 Mitglieder hat, schon einige tausend Euro Spenden eingesammelt. "Wir haben schon viel erreicht." Lothar Stange erwähnt zum Beispiel den Verkauf von Tassen, auf denen die Kirche als Motiv abgebildet war.

Auch bei den weiteren Arbeiten will und soll der Förderverein wieder mit Spenden von der Partie sein. "Wir wollen wieder einige Veranstaltungen organisieren", so Lothar Stange.

Märkische Oderzeitung vom 20. März 2010

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