FÖRDERVEREIN: Turm hat wieder eine Uhr

Rückblick und Ausblick bei Jahrestreffen von "Historisches Stavenow"

STAVENOW - "Es ist vollbracht. Der Turm ist gegen Wind und Wetter gesichert, die neue Turmuhr zeigt funkgesteuert die aktuelle Zeit. Das konnte nur in einer gemeinsamen Aktion zwischen Gemeinde und Förderverein geschafft werden." So beginnt der Rechenschaftsbericht von Reinhard Leber für die Jahreshauptversammlung des Fördervereins "Historisches Stavenow". Da der Vorstandsvorsitzende jedoch kurzfristig erkrankt war, übernahm es am Freitag Gerd von Hinkeldey, den Bericht im Vereinsblockhaus vorzutragen. Wie darin informiert wird, hat sich der Förderverein mit rund 9000 Euro an den Arbeiten am Kirchturm in Stavenow (Gemeinde Karstädt) beteiligt. Herzlich gedankt wird stellvertretend den Spendern der Uhr und des Schlagwerkes: Klaus-Dieter Stavenow, Jürgen Wesemeyer und Peter-Otto Bayer.

Eine weitere wichtige Aktion war das Pflanzen von zehn gespendeten Laubbäumen. Damit konnte der Sturmschaden aus dem Jahre 2007 beseitigt und der Parkcharakter vor der Kirche wieder hergestellt werden. Zudem wurden im vergangenen Jahr Tafeln vor und im Inneren der Kirche aufgestellt, die über die Geschichte von Dorf, Kirche und Burg sowie die Anbindung Stavenows an den Elbe-Müritz-Radweg informieren.

Schon zum zweiten Male fanden 2009 am Himmelfahrtstag nach einer Radsternfahrt ein Gottesdienst in der Patronatskirche und ein gemeinsames Picknick vor dem Blockhaus statt. In die Weihnachtszeit war der Verein traditionell am 1. Advent mit einer kleinen Feier in der Patronatskirche gestartet.

Informiert und diskutiert wurde bei dem Vereinstreffen am Freitag auch über die Vorhaben im Jahr 2010. Nachdem die Rückgabe des Wappens der Familien von Kleist und von Haake aus dem Museum in Perleberg geklärt ist, soll es nach einer Restaurierung wieder über der Kirchentür befestigt werden. Die Kosten für Restaurierung und Wiedereinbau will der Förderverein übernehmen. Zudem gibt es, wie es hieß, die Zusage, dass beim Landesdenkmalschutz für dieses Jahr Mittel zur Voruntersuchung der Sarkophage der Kirchenstifter eingeplant sind. Diese Untersuchungen bilden die Grundlage für eine mögliche Restaurierung.

Wie betont wurde, sind die Mauern des Kirchenschiffes bisher nur provisorisch gesichert. Der nächste, sinnvolle Schritt zur Sicherung sei deshalb die Wiedererrichtung eines Kirchendaches. Für diesen großen Schritt müssten alle Möglichkeiten wie Fördermittel, Spenden oder Eigenleistungen gut koordiniert werden. Eine erste Schätzung liege bei 36 000 Euro Kosten.

Ab einer Spende von 1000 Euro sollen Spender namentlich auf einer Tafel gewürdigt werden, die in der Kirche angebracht wird. Angeregt wurde, über die Ablösung der provisorischen Kirchenglocke durch eine besser klingende und einen neuen Glockenstuhl nachzudenken.

Vormerken können sich Vereinsmitglieder und andere Interessierte schon den Himmelfahrtstag, an dem es auch in diesem Jahr wieder einen Gottesdienst und ein Picknick geben wird.

Am 11. September dieses Jahres wollen die 148 Mitglieder das zehnjährige Bestehen des Fördervereins festlich begehen. Veranstaltungsort soll der Park an der Kirche sein. Für den Abend ist eine Theatervorstellung geplant. (Von Ulrich Fischer)

Märkische Allgemeine vom 02. März 2010

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