Baugenehmigung für Kirchturmspitze

von Manfred Drössler

 
Noch fehlt dem Groß Lübener Kirchturm die Spitze.
Küsell (2)
Die Groß Lübener Kirche 1920.

GROß LÜBEN - Der Wiederaufbau der Kirchturmspitze in Groß Lüben rückt in greifbare Nähe. Wenn auch noch nicht in diesem, so könnten aber im nächsten Jahr die Bauarbeiten beginnen. Seit September 2009 liegt die Baugenehmigung einschließlich Prüfstatik vor, ebenso die Zustimmung von Denkmalbehörde und Bauamt der Landeskirche.

"Wir werden in den nächsten Tagen einen Antrag auf Fördermittel aus dem Programm Integrierte Ländliche Entwicklung stellen", erfuhr der "Prignitzer" von Architekt Richard Albrecht Küsell, der das Vorhaben fachlich betreut. Antragsteller ist der Förderverein Kirche Groß Lüben e.V.

Wie bei seiner Errichtung 1904 soll der Backsteinturm eine 23 Meter hohe Spitze erhalten - als Holzkonstruktion, mit Schiefer eingedeckt, allerdings ohne die vier Ecktürmchen - und damit wieder eine Gesamthöhe von über 40 Metern erreichen. Veranschlagt ist das Bauvorhaben mit Gesamtkosten von ca. 130 000 Euro. "Wir hoffen auf eine 47-prozentige Förderung", meint Vereinsvorsitzender Bernhard Behrens. 50 000 Euro hat der Verein seit seiner Gründung vor sechs Jahren mit viel Engagement bereits aufgebracht. "Was fehlt, ist ein Restbetrag von 20 000 Euro, den werden wir auch noch erwirtschaften", ist Behrens optimistisch. So habe man die Dorfbewohner angeschrieben, die Finanzierungslücke über eine Leih-und Schenkgemeinschaft zu minimieren oder zu schließen - mit Einzahlung einer bestimmten Summe oder Ratenbeträgen. "Auch wollen wir Waldbesitzer ansprechen, die Kosten für Bauholz durch Einnahmen aus Holzeinschlag und Verkauf zu kompensieren", so Behrens. Natürlich werde sich der Verein bemühen, wie bisher über vielfältige Veranstaltungen weitere Einnahmen zu erzielen. "Wird der Förderantrag genehmigt und schaffen wir es, die noch fehlenden Gelder aufzubringen, könnten wir im nächsten Jahr mit den Arbeiten beginnen und sie 2012 abschließen", blickt der Vereinsvorsitzende optimistisch voraus.

Der Prignitzer vom 05. Februar 2010

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