DENKMALE: Kirchenbau Bölzke vor heißer Phase

Förderbescheid erteilt / Beginn der Sanierung, sobald Wetter es zulässt

BÖLZKE - Trotz hartnäckiger Minusgrade sitzen zahlreiche Bölzker seit kurzem wie auf glühenden Kohlen. Der Förderbescheid für die Komplettsanierung ihrer Dorfkirche ist jetzt nach langer Warterei erteilt worden. "Wir sind überglücklich", sagt Susanne Gloger, die Vorsitzende des Fördervereins zum Erhalt der Bölzker Kirche. Doch so lange das Wetter so bleibt, wie es ist, kann mit den Arbeiten einfach noch nicht begonnen werden.

"Weil die Freude so groß ist", sagt Bernd Janowski vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, "habe ich mich entschieden, diese Kirche zum zweiten Mal zur Kirche des Monats zu machen. So ist sie also die des Monats Februar 2010 geworden." Janowski entscheidet seit etwas mehr als acht Jahren schon, welcher Kirche damit landesweit besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Lange dauere es nun nicht mehr, und auch die insgesamt 100. Monatskirche werde feststehen. Unter all diesen sei die Bölzker eine von wenigen, die schon ein zweites Mal dieses Glück hatten. "Drei oder vier solcher Fälle gibt es bisher nur", sagt Janowski.

Veröffentlicht im Monatsbrief des Förderkreises Alte Kirchen wird nun also einer breiten Öffentlichkeit der Erfolg der Bölzker mitgeteilt. Sie haben es geschafft, wie Susanne Gloger die MAZ informiert, mit all den Benefizaktionen so viele Spenden zu sammeln, dass auch der Eigenanteil aufgebracht werden konnte: 25 000 Euro. Die Gesamtkosten von knapp mehr als 200 000 Euro sind zu 75 Prozent gefördert worden, maßgeblich durch das Programm zur ländlichen Entwicklung (Ile).

Es kann nun also nach den Vorbereitungen der vergangenen Monate an die Substanz gehen. Sobald es wärmer wird, soll das Bauwerk in einem ersten Schritt im Wortsinne einen Schritt nach oben machen: Es wird angehoben, damit die Schwellen ausgetauscht werden können. Das Gefache wird herausgenommen und sich dann schrittweise bis zum Dach hochgearbeitet. Noch in diesem Jahr soll alles fertig sein. (Von Matthias Anke)

Märkische Allgemeine vom 03. Februar 2010

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