2010 ist der Turm dran

Kroppen Für dieses Jahr sind die Sanierungsarbeiten an der Kroppener Kirche abgeschlossen worden. Edelstahlnadeln halten jetzt die uralten Wände zusammen. Für 2010 hat sich der Kirchbauverein die Restauration des Turms vorgenommen. Zudem soll das Gotteshaus einen neuen Anstrich erhalten.

Auch der Kroppener gemischte Chor war beim Adventskonzert in der Kirche dabei  
Auch der Kroppener gemischte Chor war beim Adventskonzert in der Kirche dabei.
Foto: Sattler
Die Baugerüste bleiben gleich bis 2010 stehen
Die Baugerüste bleiben gleich bis 2010 stehen.
Foto: T. Richter

Die Baugerüste stehen noch rund um das Kirchenschiff. "Die werden auch im kommenden Jahr gebraucht", erklärt Hans Dietzel, Vorsitzender des Kroppener Kirchbauvereins. Immerhin sei eine komplette Überholung des Anstrichs geplant. An der dem Kirchhof zugewandten Seite wurden laut Dietzel schon mehrere Farbtöne ausprobiert. Eine konkrete Entscheidung sei aber bislang noch nicht gefällt worden. "Auf jeden Fall soll die neue Farbe der jetzigen ähneln", so Hans Dietzel. Seinen Angaben zufolge liege der alte Anstrich, der schon recht spröde wirkt, mindestens 35 Jahre zurück.

Außerdem erfolgen im kommenden Jahr die Restaurationsarbeiten an Fenstern und Türen. Dazu müssten sie ausgebaut und überholt werden. In dieser Zeit würden die entsprechenden Öffnungen in der Kirche mit Brettern vernagelt.

Darüber hinaus sollen 2010 endlich die Arbeiten am Kirchturm beginnen. Dort müsse unter anderem das Dach erneuert werden. Zudem erhalte das Bauwerk ebenfalls einen neuen Anstrich. Darüber hinaus würden morsche Balken erneuert. "Auf jeden Fall müssen zahlreiche Handwerker ans Werk. Denn es stehen Mauer-, Putz-, Zimmerer- und Malerarbeiten sowie die Tätigkeiten am Dach auf dem Programm", erklärt der Vereinsvorsitzende.

Insgesamt sollen im neuen Jahr etwa 107 500 Euro an und in der Kirche verbaut werden. Der Fördermittelanteil bewege sich dabei um 75 Prozent. Den "Rest" tragen unter anderem die Kirchgemeinde, die Gemeinde Kroppen sowie die Stiftung Denkmalschutz. Auch die Spenden zahlreicher Privatpersonen würden in die weitere Sanierung des barocken Gotteshauses investiert. Allein beim Adventskonzert am zweiten Advent seien rund 500 Euro an Spendengeldern eingegangen.

In diesem Jahr wurden an der Kirche die Wände gesichert. Dies geschah laut Hans Dietzel mit Hilfe von 60 bis 70 Edelstahlnadeln. Die ursprünglich geplante Variante mit Ringankern musste aufgrund des massiven Widerstands der Wände, die aus harter Grauwacke bestehen, aufgegeben werden. Darüber hinaus seien die Risse in den Außenwänden beseitigt worden.

Den endgültigen Abschluss der 2004 begonnenen Komplettsanierung der Kirche sieht Hans Dietzel unterdessen erst in rund zwei Jahren. "Es wäre wunderbar, wenn wir Weihnachten 2011 mit den Arbeiten endlich fertig wären."

Von Torsten Richter

Lausitzer Rundschau vom 08. Dezember 2009

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