DENKMALSCHUTZ: Wackliger als befürchtet

Sanierung der Kantower Kirche wird aufwendiger Förderverein bittet dringend um Hilfe

KANTOW - Am Turm der Kantower Kirche wurde Anfang Oktober ein Baugerüst aufgestellt. Jetzt, im November, sind die ersten Arbeiten im Gange. Sie sind eine technische Herausforderung: Damit die Kantower künftig keinen schiefen Kirchturm ihr Eigen nennen, wird der mittels eines großen Holzgerüstes im Kirchenschiff wieder ausgerichtet.

Dazu musste das Turmfachwerk vom Kirchenschiff getrennt werden, sodass mittels hydraulischer Heber das Aufrichten begonnen werden konnte. Die unteren Turmgefache an der Nordseite wurden ganz entfernt und das ganze Bauwerk abgefangen. Leider hat sich dabei die gesamte Unterkonstruktion bewegt: Der Turm rutschte einige Zentimeter vom Fundament. Jetzt sieht man auch, dass der Oberbau des Turmes andere Abmessungen hat als der untere Teil. Der Turm ragt in das Kirchenschiff hinein.

Bei genauerer Untersuchung der nun freigelegten Konstruktion kamen weit mehr Schäden zum Vorschein, als bei der Begutachtung und Planung angenommen wurden. Die gesamte Holzkonstruktion ist so stark vom Hausschwamm befallen, dass nicht nur alles ersetzt werden muss. Es besteht auch die große Gefahr, dass die gesamte Seite des Kirchenschiffes einstürzt, wenn der Turm weiter ausgerichtet wird.

Klar ist, dass die bisher gesammelten Spenden und beantragten Fördermittel nicht ausreichen werden, um all diese Schäden zu beheben. Der Förderverein "Offene Kirche Kantow", der eigens zur Erhaltung der Kirche gegründet wurde, ist also dringend auf Hilfe angewiesen. Die Vereinsmitglieder haben in einer Sondersitzung beschlossen, alle möglichen Hebel in Bewegung zu setzen, damit das Bauvorhaben ein glückliches Ende nimmt. Doch ohne weitere Spenden und Fördermittel geht das nicht .

Der Verein bittet also jeden, dem das Schicksal der Kantower Kirche am Herzen liegt, um Unterstützung.

Über die Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung informiert der Verein "Offene Kirche Kantow" im Internet unter www.loegow.homepage.t-online.de. Spender werden gebeten, ihren Namen zu nennen, damit ein Dankeschön bzw. die Spendenquittung an die richtige Adresse geht. (Von Christine Krieger)

Märkische Allgemeine vom 26. November 2009

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