KIRCHE: Der Traum ist ein Neuaufbau

Brüsenhagener haben einen Förderverein für die Bewahrung des Gotteshauses im Ort gegründet

BRÜSENHAGEN - Der Verein "Kirche in Brüsenhagen" ist gegründet. Neun Personen aus dem Ort und Pfarrersgattin Hannelore Scharnbeck aus Kolrep bekundeten mit ihrer Unterschrift, dass sie Gründungsmitglieder sind und die Vereinssatzung bestätigen. Sitz des Vereins in Gründung ist in Brüsenhagen. In den Vorstand gewählt wurden Rouven Obst als Vorsitzender und Henry Wienecke als Stellvertreter und Schatzmeister. Der Kirchenälteste Bodo Hörster ist Schriftführer.

Bei der Gründungsversammlung führte Karena Hörster das Protokoll für den Eintrag ins Vereinsregister. Das Schriftstück geht auch zum Finanzamt für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit und steuerlichen Begünstigung.

Rouven Obst trug den Entwurf der Vereinssatzung vor und stellte ihn zur Diskussion. Als Hauptzweck des politisch und konfessionell neutralen Vereins nannte er "die Bewahrung des kirchlichen Bauwerks und Förderung des Gemeindelebens". Dabei gibt es die Besonderheit, dass von Brüsenhagens Kirche nur der Turm geblieben ist, in dem ein Gemeinderaum eingerichtet wurde (MAZ berichtete). Nach der ersten Sanierung des Turmfachwerkes vor Jahren ist jetzt die des darüber stehenden Holzteils dringend notwendig. Die Gründungsmitglieder träumen davon, eventuell das Kirchenschiff wieder aufzubauen oder zumindest eine alternative Lösung dazu zu finden.

Im Verein sind Mitglieder der Kirchengemeinde, aber auch konfessionslose Personen willkommen. Sie verpflichten sich, einerseits bei grundlegenden Arbeitsschritten das Einverständnis des Gemeindekirchenrates Vehlow/Brüsenhagen und der Kirchengemeinde einzuholen und andererseits das Leben der Kirchengemeinde und des ganzen Dorfes zu fördern. Gesprochen wurde auch über den Mitgliedsbeitrag. Zunächst beschloss man einen Euro pro Monat und Mitglied. Mehr zu zahlen, stehe jedem frei. Geld erwirtschaften will der Verein auch mit Spenden, Benefizkonzerten und anderen Veranstaltungen. Jetzt soll geprüft werden, welche Fördermöglichkeiten es für das nicht denkmalgeschützte Gebäude gibt.

Die Vereinsgründung stößt bereits auf Zustimmung, u. a. bei Pfarrer Hans-Georg Scharnbeck. Roger Popp, Ortsvorsteher von Vehlow und Brüsenhagen, begrüßt die Initiative ebenfalls und spendete privat 50 Euro.

Fragen über den Verein werden unter 033976/7 06 61 beantwortet. (Von Hajo Nitschke)

Märkische Allgemeine vom 17. November 2009

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