KIRCHE: Keine nassen Füße mehr

Gnewikower Förderverein will noch in diesem Jahr mit Rettungsmaßnahmen an der Kirche beginnen

GNEWIKOW - Trotz strömenden Regens empfing Sieglinde Siebmann gestern gut gelaunt die Kirchenbesucher. Für alle Freunde der kleinen Dorfkirche hatte sie eine gute Nachricht: "Der Bauausschuss der Gesamtkirchengemeinde Protzen-Wustrau-Radensleben hat in der vergangenen Woche den Finanzierungszuschuss für die ersten Sanierungsarbeiten frei gegeben." Nun können die Kirchengemeinde und der Gnewikower Förderverein gemeinsam ans Werk gehen.

Bereits von Mai bis September organisierte der Förderverein unter Leitung von Sieglinde Siebmann Veranstaltungen zur Rettung der Kirche. Gestern zeigte Ilse Krause vom Förderverein den Besuchern neben bauhistorischen Besonderheiten auch die Schwachstellen der Kirche. Besonders an der Nordseite läuft das Regenwasser am Mauerwerk hinunter, die losen Ziegel im Fußboden haben durch die Feuchtigkeit bereits eine grüne Färbung angenommen. Ein großes Problem sei der Graben, der die Kirche umgibt: Regenwasser läuft vom höher liegenden Gelände in den Graben und schließlich in das Mauerwerk. "Wir wollen möglichst noch in diesem Jahr damit beginnen, die Erde aufzunehmen", sagte die Vereinschefin tatendurstig. Auch für den Fußboden in der Sakristei haben die Vereinsmitglieder grünes Licht bekommen. "Sobald wir allerdings etwas Interessantes finden, muss der Denkmalschutz informiert werden", sagte Sieglinde Siebmann. Sie hofft, dass noch Reste des alten Patronatsgestühls zum Vorschein kommen. Das soll damals dort eingebuddelt worden sein. (cof)

Märkische Allgemeine vom 14. September 2009

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