KIRCHE: Rettungsarbeiten im Zeitplan

Sanierung des Neuhausener Kleinods läuft / Feierstunde noch in diesem Jahr

NEUHAUSEN - Seit gut einem Monat sind die Handwerker an der Kirche von Neuhausen (Amt Putlitz-Berge) beschäftigt. In der kurzen Zeit haben sie vieles geschafft: Die Risse in dem einzigartigen weil um 1430 vollkommen in Backstein ausgeführten gotischen Mauerwerk sind geschlossen. Das Dach ist bald neu eingedeckt. Im Inneren kann nun die Decke gesichert werden. Ende nächsten Monats will der gegenüber wohnende Schlossherr Richard-Albrecht Küsell sagen können: "Unsere Kirche ist gesichert." Laut Küsell, Mitglied des Förderkreises um Pfarrer Klaus-Dieter Harnack, sei es noch vor dem Winter zu schaffen, dies in einer festlichen Stunde zu würdigen.

Harnacks Gemeinde, der Kirchenkreis Perleberg-Wittenberge und die Landeskirche bringen einen Teil der Bausumme von 102 000 Euro auf. Doch nur dank 64 000 Euro vom Landesamt für Flurneuordnung konnte jetzt begonnen werden, die von Rissen durchsetzte Kirche zu retten. Darum und nicht um vollständige Restauration geht es zunächst auch nur. Kanzel und Epitaph etwa bleiben Aufgaben, ebenso der Turm, in dem ein Radtouristen-Infopunkt untergebracht werden soll. (mke)

Märkische Allgemeine vom 08. September 2009

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