Ein Euro für die Marienkirche

Wriezen (sho) Derzeit läuft der Architektenwettbewerb für den Wiederaufbau der Wriezener Marienkirche. Damit für die Umgestaltung auch genug Geld zusammenkommt, hat sich der Förderverein jetzt etwas besonderes einfallen lassen und wirbt mit Einkaufstaschen für das Vorhaben. Für den Preis von 2,50?Euro können Unterstützer die Baumwollbeutel erwerben - ein Euro davon fließt in den Wiederaufbau. 1000 Stück hat der Förderverein zunächst einmal geordert.

Das Bild auf der Vorderseite zeigt, dass die Marienkirche, deren Mauern seit mehr als 60 Jahren der Witterung ausgesetzt sind, schon bessere Zeiten gesehen hat. Oberhalb des noch intakten Gotteshauses ist der Schriftzug "Aufbau Marienkirche Wriezen" und das Stadtwappen zu sehen. Darunter ist ein Hinweis auf die Internetseite des Fördervereins www.marienkirche-wriezen.de.

Schon seit drei Wochen kann man die Taschen im Büro der Evangelischen Kirchengemeinde, Fröbelstraße?1, erwerben. Seit dieser Woche liegen sie auch in den Regalen des Edeka-Einkaufsmarktes in der Wilhelmstraße?28. "Wir hoffen, dass auch ein paar Einzelhändler die Beutel in ihr Sortiment aufnehmen", sagt Pfarrer Christian Moritz, der gerade kräftig die Werbetrommel rührt. Auch bei der "Offenen Kirche" jeden Freitag von 10 bis 13 Uhr verkauft er die Werbeträger in seinem Eine-Welt-Laden.

Der Architektenwettbewerb für die Sanierung der Marienkirche wurde von der Evangelischen Kirchengemeinde ausgelobt und vor Kurzem gestartet. Fünf Architekturbüros nehmen daran teil. Zuvor hatte man Büros aus ganz Deutschland zu dem nichtöffentlichen Wettbewerb eingeladen und unter den Bewerbern fünf ausgelost. Mit dem Siegerentwurf soll die Ruine zu einem multifunktionalen Raum umgestaltet werden. Dort werden nicht nur Gottesdienste, sondern auch Konzerte, Lesungen oder Theateraufführungen stattfinden.

Der Wettbewerb dauert voraussichtlich bis Oktober, dann wird das Preisgericht die Entwürfe in einem anonymen Verfahren bewerten. Danach sollen die Beiträge öffentlich ausgestellt werden - sowohl in der Kirche selbst als auch im Rathaus.

Märkische Oderzeitung vom 05. August 2009

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