Kapelle in Lanke wird saniert

Von Oliver Köhler

Kapelle in Lanke 
Kaum zu entdecken: Die Kapelle auf dem Friedhof Lanke ist gut versteckt zwischen Bäumen und wildem Wein.
Foto: MOZ/Oliver Köhler

Lanke (MOZ) Die kleine Kapelle auf dem Friedhof in Lanke kennt kaum jemand. Kein Wunder, ist das Gebäude doch nur schwer zu entdecken. Unter einem Baum, dicht bewachsen von Efeu und wildem Wein und hinter einem Zaun verborgen fristet es seit Langem ein trostloses Dasein.

Nun hat sich eine Initiative gegründet, die das Gebäude retten will. "Für uns gehört die Kapelle zum historischen Ensemble in Lankes Dorfmitte wie auch die Kirche, das Schloss, der Gutshof oder das Schweizer Haus", erklärt Jens J. Jacobi, einer der Mitbegründer der Initiative. Deshalb sei schnell klar gewesen, dass etwas getan werden müsse. Der Initiative gehören vor allem alte und neue Einwohner aus Lanke an. Aber auch die Kirche unterstützt das Anliegen.

Bei einer Ortsbegehung stellten Jacobi und seine Mitstreiter fest, dass vor allem das Dach des um 1904 gebauten Gebäudes gemacht werden muss, um die Substanz zu retten. "Noch ist es nicht zu spät", ist er sich sicher. Bislang sei nur eine Kante des Daches eingebrochen. Der Rest sei aber noch zu retten.

Geplant ist, zumindest den Dachstuhl zu erneuern. Die Ziegel sollen größtenteils wiederverwendet werden. Dafür sammelt die Initiative jetzt Geld. Auf der Terrasse und im Garten des benachbarten Schlosses etwa wird es am Sonnabend, 15. August, ab 17 Uhr ein Jazz-Picknick geben. Zu hören sind Kompositionen des Jaspar Lipuda Trios, das Elemente aus Jazz, Pop und Weltmusik zu einem unverkennbaren Sound verbindet. Der Eintritt kostet drei Euro.

Wie die Kapelle später einmal genutzt werden könnte, steht indes noch nicht fest. "Wir sind am Ideensammeln und für Anregungen offen", so Jens J Jacobi.

Spenden: RKVA Eberswalde, Kontonummer: 162 965, BLZ 21060237, Evangelische Darlehensgenossenschaft Berlin, Verwendungszweck: Kapelle Lanke

Märkische Oderzeitung vom 30. Juli 2009

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