Rüdnitzer Kirchturm muss saniert werden

Von Rainer Horn

Rüdnitz Die Dorfkirche bewegt derzeit die Gemüter. Christoph Brust, Gemeindepfarrer von Rüdnitz, informierte die Abgeordneten bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung über den baulichen Zustand des Gotteshauses. "Der Kirchturm wackelt, akute Gefahr geht vom Bauwerk aber nicht aus", sagte Brust.

Probleme hat die evangelische Kirche offenbar mit den Holzkonstruktionen. Genaueres könne im Moment aber noch nicht gesagt werden. Ein Holzgutachten sei deshalb in Arbeit und wenn es vorliegt, könne man mehr sagen, so der Pfarrer. "Die Kirche ist ein öffentliches Gebäude, es steht mitten im Dorf und ich will einfach danke sagen für den Zuschuss für die Arbeiten auf dem Kirchplatz und zum Holzgutachten", wandte sich Christoph Brust an die Runde der Abgeordneten.

Die Abgeordneten hatten unlängst für beide Positionen bereits 2500 Euro aus dem Haushalt der Gemeinde Rüdnitz zur Verfügung gestellt. Eine ortsansässige Firma hat die Arbeiten auf dem Friedhofsgelände erledigt, allem Baumfällungen. Die Chancen für weitere Finanzhilfen scheinen gut.

In den Mittelpunkt stellt Pfarrer Brust den Kirchenaltar, eine Entdeckung, wie er sagt. Für die Restauration des mittelalterlichen Stückes, das vom Holzwurm befallen ist und dessen Farbe zu erneuern ist, seien 8000 Euro erforderlich, hieß es. In zwei Jahren könnte der Kirchenmittelpunkt wieder in neuem Glanz erstrahlen, sah der Pfarrer in die Zukunft. Besonders bedeutsam sei der restaurierte mittelalterliche Altar, weil sich künftig zahlreiche Besucher dafür interessieren werden, ist der evangelische Priester überzeugt. Einige Teile lagern im übrigen im Märkischen Museum in Berlin, ließ er der Gemeindevertreter wissen.

Ein Antrag über die Summe von 8000 Euro für Arbeiten an der Kirche liegt bereits dem noch zu beschließenden Rüdnitzer Nachtragshaushalt bei, so die Rüdnitzer Gemeindevertreterin Nanett Nahs. Weitere schon beschlossene Gelder sind in diesem Jahr für Reparaturen an der gemeindeeigenen Rüdnitzer Trauerhalle zu verbauen. Die Notwendigkeit dieser Arbeiten sei kürzlich bei der Ortsbegehung wieder deutlich geworden, erinnerte Gudrun Zuppke.

Märkische Oderzeitung vom 01. Juli 2009

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