KULTUR: Offenes Gotteshaus

Mitglieder gründeten einen Förderverein zum Erhalt der Wallfahrtskirche zu Buckow

BUCKOW - Für den Erhalt der Buckower Wallfahrtskirche wird sich in Zukunft ein Förderverein engagieren. Der Förderverein "Wallfahrtskirche zu Buckow e.V." wurde in diesen Tagen von 17 Mitgliedern gründet.

An die Spitze des Fördervereins wurde ein Vorstand gewählt, dem Manuela Steck, Heide Komoll (beide Buckow) und Frederik Seim (Garlitz) angehören. Der Verein werde sich für den Erhalt und die Instandsetzung der Kirche einsetzen, geht aus einer Presseerklärung zur Gründungsversammlung hervor. Ebenso soll der kulturhistorische Wert der Kirchenbauwerkes weiter untersucht und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zudem will sich der Förderverein für eine angemessene religiöse und kulturelle Nutzung des Kirchengebäudes einsetzen. Um die Vorhaben verwirklichen zu können, wird sich der Förderverein um Sponsoren und weitere Mitglieder bemühen. Die Gründungsversammlung am Himmelfahrtstag war eingebettet in einen Festgottesdienst mit anschließendem Konzert des Berliner Liedermachers Ulrich Wolf. Auch die nächsten Veranstaltungen stehn bereits fest: Am Freitag, 12. Juni, wird ab 19 Uhr der aktuelle Forschungsstand zur Bau- und Nutzungsgeschichte der Buckower Kirche dargestellt und diskutiert.

Die Buckower Kirche ist eines der geschichtsträchtigsten Gotteshäuser im Westhavelland. Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Der Kirchturm stammt aus dem 15. Jahrhundert. Zu jener Zeit war das kleine Dorf bei Nennhausen noch vom Wasser des havelländischen Luchs umgeben. Dennoch kamen viele Pilger nach Buckow. Sie kamen aus den Nachbardörfern und von weither um in der Kirche Sündenerlass und Heilung zu suchen. So wurde Buckow mit seiner Kirche ein Ort der Wallfahrt. Das Kirchenbauwerk ist bis heute in seinem Ursprung erhalten. Doch in den letzten Jahren wurde es merklich ruhig um die große Kirche, in der nur noch selten Gottesdienste stattfanden.

Aufgrund der Größe der Kirche und angespannter Finanzlage hatte die evangelische Reformationsgemeinde Westhavelland als Eigentümerin im vergangenen Jahr sogar in Erwägung gezogen, die Kirche zu verkaufen. Aus dem Kreis der Buckower und Garlitzer Einwohner, der sich für den Erhalt der Wallfahrtskirche als öffentlichen Raum stark machte, ist nun der Förderverein entstanden.

Weitere Informationen unter www.wallfahrtskirche-buckow.de. (Von Norbert Stein)

Märkische Allgemeine vom 27. Mai 2009

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