1777 erbautes Löhstener Gotteshaus jetzt fertig saniert

Löhsten "Eine Fachwerkkirche ist wie eine verwöhnte Frau. Wenn man sie streichelt, geht es ihr wieder eine Weile gut", scherzte Bernhard Richter, der schon viele Etappen der Kirchensanierung in Löhsten federführend betreute letztmalig in den Jahren 1998/99.

Konzert des Chores der Neuapostolischen Kirche Herzberg 
Mit einem Konzert des Chores der Neuapostolischen Kirche Herzberg wurde allen Helfern Danke gesagt.
Foto: sn

Doch immer konnte man nur Schwerpunkte setzen, denn die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel waren sehr knapp bemessen. Mit der Feststellung der Neigung des Turmes um zwölf Zentimeter nach Westen, die eine Grobvermessung ergab, nachdem der Schiefstand mit bloßem Auge zu erkennen war. Es musste schnell gehandelt werden. Neun Einheimische gründeten den "Verein zur Erhaltung der Kirche von Löhsten". Bernhard Richter übernahm den Vorsitz.

Jetzt, als das letzte Gerüst abgebaut und der neue Rollrasen verlegt ist, wollte man allen Helfern und Sponsoren mit einem Konzert Danke sagen. Dr. Gerlinde Schmidt, sie ist Mitglied des Gemeindekirchenrates, brachte die Idee ein, den Neuapostolischen Chor von Herzberg unter Leitung von Eckhard Mauer einzuladen. Die Sänger boten ein einstündiges Programm mit Liedern oder Orgelvorträgen. Markus Roch spielte unter anderem die "Andante Finale D-Dur von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Auch alte Melodien wie "Geh aus mein Herz und suche Freud" von Paul Gerhard kamen zu Gehör. Bestens gefielen den Besuchern auch Kombinationen aus Orgel, Sologesang und Rezitation.

Bernhard Richter unterstrich vor den vielen Gästen noch einmal, dass Fördermitteln und eine Spendenaktion insgesamt 7728,30 Euro und den Rollrasen einbrachten. Zusätzlich leisteten viele Löhstener 132 Stunden freiwillige Arbeit. Der jüngste Helfer war elf Jahre alt. "Die Gemeinschaft ist wieder gewachsen", lobte Richter. Er und weitere Mitstreiter wollen nun mehr über die Buchstaben auf der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Glocke herausfinden. Das Schmuckstück hat alle Kriegsjahre überstanden und sei erhalten geblieben.

Serena Nittmann

Lausitzer Rundschau vom 20. Mai 2009

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