BAUEN: Das i-Tüpfelchen fehlt noch

Die Langener Stüler-Kirche soll in diesem Jahr weiter saniert werden

LANGEN - Ihre grazile Gestalt täuscht das Auge des Betrachters. Denn auch wenn die schlanke Silhouette und das gepflegte Äußere des Gotteshauses es suggerieren: Es ist noch nicht alles in Ordnung mit der Langener Stüler-Kirche. Bei näherem Hinsehen wird deutlich: Die Westfassade mit ihrem hochaufgeschossenem Turm und dem imponierenden Portal ist löchrig. Viele Ziegelsteine sind an der Front des vor 154 Jahren erbauten Gotteshauses herausgebrochen. Risse gehen quer durch das Mauerwerk. Es sind Kriegsschäden, die bis heute nicht behoben wurden und das Gebäude immer mehr angreifen. "Wir müssen das reparieren, jetzt sonst geht durch Frostschäden noch mehr kaputt", sagt Friedrich Weber, Vorsitzender des Fördervereins Stüler-Kirche Langen.

Deshalb will er schon bald die Gerüste aufstellen. Auch wenn der Verein erst ein Drittel der Bausumme, die bei 45 000 Euro liegt, beisammen hat. "Für den Rest der Summe müssen wir noch klappern gehen", sagt Friedrich Weber. Ein Teil wird beim diesjährigen Wildschweinfest eingeworben: Rund 4000 Euro kommen dabei Jahr für Jahr zugunsten der Kirche zusammen. Den Rest könnten die Gemeinde Fehrbellin und das Land beisteuern. Die Kirche wird sich an dem aktuellen Vorhaben voraussichtlich nicht beteiligen. "Die Kirchengemeinde hat sich mit der bisherigen Sanierung der Kirche schon sehr, sehr verausgabt", sagt Weber. Erst 2007 wurden das Dach, die Decke und Teile der Fassade für insgesamt rund 240 000 Euro erneuert. "Das Geld für das i-Tüpfelchen hat aber damals gefehlt", sagt der Vereinschef.

Über den Zuschuss für die Stüler-Kirche in Höhe von 9100 Euro berät der Fehrbelliner Gemeinderat am Donnerstag, 14. Mai. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 19 Uhr. (Von Celina Aniol)

Märkische Allgemeine vom 08. Mai 2009

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