Schönaer Dorfkirche erstrahlt in neuem Glanz

Schöna-Kolpien Das zurzeit umfangreichste Vorhaben in Schöna-Kolpien ist die Restaurierung der Kirche in Schöna. Unter der Federführung des dafür gegründeten Fördervereins ist das Gotteshaus seit 2003 schrittweise saniert worden.

Schönas Kirche hat jetzt auch einen Altartisch 
Schönas Kirche hat jetzt auch einen Altartisch, Pult und Taufbeckenständer. Helmut Trapka und Eberhard Schmidt (v. l.) betrachten das in der vergangenen Woche angelieferte Altarmobiliar.
Foto: Keilbach

Im Dezember wurde es feierlich wieder eingeweiht und erhielt den Namen "Georg-Buchholzer-Kirche". Weitere Sanierungsarbeiten erfolgen jetzt am Turm.

"Die Kirche soll zu einer Begegnungsstätte für alle Dorfbewohner und weitere Interessierte werden", sagt Helmut Trapka, Vorsitzender des Fördervereins für den Wiederaufbau der Kirche Schöna. Dieser wurde im Oktober 2002 gegründet und zählt 42 Mitglieder. Die meisten seien Einwohner von Schöna-Kolpien. Doch auch Hamburger, Berliner und die Partnergemeinde Eschbach in Baden- Württemberg unterstützten das Vorhaben, so Trapka.

Ein Großteil der Arbeiten ist inzwischen geschafft. Mit Spenden und Fördermitteln wurden in den vergangenen Jahren das Dach, die Balkenköpfe des Dachstuhls, die Mauerkrone von Apsis und Kirchenschiff sowie das Chorgestühl erneuert. "Zurzeit befinden sich die Kirchenbänke beim Restaurator. Auch die Glaswände unter dem Chorbereich müssen noch eingebaut werden", informiert der Vereinsvorsitzende. Bis Anfang Mai sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein, kündigt er an. Dann seien insgesamt 450 000 Euro in den Wiederaufbau des einst einsturzgefährdeten Gebäudes investiert worden, erklärt Helmut Trapka.

An der Finanzierung beteiligten sich nach Angaben des Fördervereins das Land Brandenburg, die Landeskirche Sachsen-Anhalt, der Kirchenkreis Bad Liebenwerda, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie die Stadt Dahme.

Die jetzt begonnene Turmsanierung ist der letzte Abschnitt des Sanierungsvorhabens. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 114 000 Euro, sagt Helmut Trapka. Rund die Hälfte der Summe sei bereits gesichert. Das Geld komme aus den Spenden und Erlösen von Veranstaltungen des Fördervereins (über 30 000 Euro), von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (5000 Euro) sowie vom Kirchenkreis Bad Liebenwerda. Im unteren Bereich des Turmes werden zurzeit die Toiletten, eine davon behindertengerecht, fertiggestellt. Darüber werde eine kleine Küche eingerichtet, ergänzt er.

Somit wartet noch reichlich Arbeit auf die Vereinsmitglieder, die in den vergangenen Jahren bereits ungezählte Stunden in Eigenleistung an der Kirchensanierung mitgewirkt haben. Alle Vereine des Dorfes und damit fast alle Schöna-Kolpiener beteiligen sich am jährlichen Christkindl-Markt, dessen Erlös stets für ein Projekt der Kirchensanierung eingesetzt wird. Das Geld vom vergangenen Jahr fließt beispielsweise in die Sanierung der Kirchenbänke.

Demnächst werden sich Förderverein und Gemeindekirchenrat etzen und die künftige 5Nutzung sowie die Finanzierung der Unterhaltskosten der Kirche abstimmen. "Ideen und Überlegungen gibt es viele, jetzt müssen wir an die konkrete Planung herangehen", sagt der stellvertretende Vorsitzende Eberhard Schmidt. Für das nächste Jahr plane der Förderverein eine Konzertreihe mit Schülern aus den Musikschulen der Region, ergänzt Helmut Trapka. Klb

Lausitzer Rundschau vom 18. März 2009

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