Gubiner Gotteshaus soll Stätte der Begegnung werden

Guben/Ratzdorf Die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land stellt am heutigen Dienstag das neue Nutzungs- und Betreiberkonzept für die Hauptkirche in Gubin vor. Das während des Zweiten Weltkriegs zerstörte Bauwerk soll in Zukunft eine deutsch-polnische Begegnungsstätte beherbergen.

In der Pause nutzen die Gäste die Möglichkeit, sich Fotos und Planungsideen von Studenten anzusehen 
In der Pause nutzen die Gäste die Möglichkeit, sich Fotos und Planungsideen von Studenten anzusehen.
Foto: Jürgen Pahn

Das teilt die IBA-Pressesprecherin Janine Mahler mit.

Auch in einer Veranstaltung des Kulturkreises Neißemündung ging es jetzt um dieses Thema. Günter Quiel, Schatzmeister des Fördervereins zum Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche in Gubin, wusste so manche Geschichte rund um die Bauarbeiten zu erzählen: "Da nahmen 80-jährige polnische Männer, denen Krieg und Vertreibung übel mitgespielt hatten, die Schippe in die Hand, um gemeinsam mit ihren deutschen Nachbarn Kriegsschutt für fünfhundert Lkw-Fuhren aus den Ruinen zu schaufeln."

Günter Quiel berichtete auch von einer wahrlich abenteuerlichen Aktion: dem Aufsetzen der Turmkrone. Ein polnischer Alpinist sei am Turm emporgeklettert, um den Kranführer einzuweisen. Millimetergenau gelang das Unterfangen. Damit polnischer Alpinist und deutscher Kranfahrer sich überhaupt verständigen konnten, war auch ein Dolmetscher dabei.

Viele weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es im Internet auf der Seite des Vereins unter www.stadtkirchegubin.de.

Jürgen Pahn

Lausitzer Rundschau vom 17. März 2009

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