DENKMAL: Am Glockenturm ist nicht mehr zu rütteln

Heinsdorfer Förderverein setzt Sanierung der Kirchenruine fort / Weitere Spendenaktionen geplant

NIEBENDORF-HEINSDORF - Den Schwung aus dem vergangenen Jahr haben die Mitglieder des Fördervereins Sanierung Kirche Heinsdorf mit ins Jahr 2009 genommen. Jetzt wollen sie den nächsten Bauabschnitt in Angriff nehmen. Hierüber herrschte während der Mitgliederversammlung am Dienstagabend Einigkeit. Gleichzeitig folgten die Mitglieder der vom Vorstand zur Diskussion gestellten Vorgehensweise.

So werden nun die Arbeiten am Glockenturm fortgesetzt. Hüllen- und Dachsanierung kosten etwa 27 000 Euro. 5000 Euro zahlt der Verein selbst, die restliche Summe setzt sich aus verschiedenen Zuwendungen zusammen, die zum Teil schon in Aussicht gestellt sind, unter anderem von der Kirche. Schon morgen findet eine Bauberatung statt, an der neben Kirchenvertretern unter anderem der Kreisarchäologe teilnimmt.

Für eine vollständige Restaurierung des Turmes für schätzungsweise 53 000 Euro reichen die Mittel des Vereins jedoch nicht aus, wie der Vereinsvorsitzende Gerhard Schliebener erläuterte. Zimmerer- und Tischlerarbeiten müssen deshalb verschoben werden. Ob der Einsatz von Ein-Euro-Jobbern zur Sanierung der Kirchenmauer in diesem Jahr noch genehmigt wird, ist nicht vorhersehbar. Deshalb werden diese Arbeiten verschoben.

Damit der Verein in Zukunft handlungsfähig bleibt, sind jetzt Ideen gefragt, auf welche Weise Spenden gesammelt werden können. Im vorigen Jahr konnten 7500 Euro auf dem Spendenkonto verbucht werden. Zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen bildet dies die Grundlage, um Zuschüsse zu beantragen. Hinzugerechnet wird außerdem die Eigeninitiative der Vereinsmitglieder, die beispielsweise Ende vorigen Jahres ein Schutzdach über die Reste des Kirchenschiffs gebaut haben. Eine Arbeit, die demnächst fortgesetzt werden soll.

Pfarrer Joachim Boekels würdigte als Vertreter der Kirche und damit der Eigentümerin die Initiative des Vereins. "Was in den anderthalb Jahren geschafft wurde, hätte die Kirche allein nicht zustande gebracht." Er beobachte, wie die Leute Anteil nehmen und bezeichnete die Arbeiten zur Rettung der Heinsdorfer Kirche als "ein Zeichen der Hoffnung für die Region". Aus Sicht des Vereins bezeichnete Gerhard Schliebener die Zusammenarbeit mit "dem Bauherrn", also mit Pfarrer Boekels, als "unkompliziert und kameradschaftlich". Er dankte außerdem den Mitgliedern, den Spendern und allen aktiven Helfern. (Von Martina Burghardt)

Märkische Allgemeine vom 05. März 2009

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