Kirchbauverein sammelt für die Sanierung des Gotteshauses

Wie früher soll es wieder sein das Hermsdorfer Gotteshaus soll bald in altem Glanze erstrahlen. Das wünschen sich nicht nur die Mitglieder des Kirchbauvereins Evangelische Kirche Hermsdorf, sondern auch viele Hermsdorfer Bürger. Doch zur Erfüllung des Wunsches ist Geld notwendig, viel Geld: Etwa eine halbe Million Euro rechnet der Vorsitzende des Kirchbauvereins, Reinhard Noack, sind schätzungsweise allein zur Sanierung des Daches und der Außenhaut erforderlich.

Eine alte Ansicht des Gotteshauses von 1975 
Diesen Anblick wünschen sich die Hermsdorfer gerne wieder: Eine alte Ansicht des Gotteshauses von 1975.
Fotos/2: Jana Wieduwilt
Sammeln für das Wahrzeichen 
Sammeln für das Wahrzeichen: Reinhard Noack, Monika Schwarze und Pastorin Christina Schwedusch (r.) vom Kirchbauverein Evangelische Kirche Hermsdorf. Das Gotteshaus ist dringend sanierungsbedüftig.

Doch davon lassen sich die Mitglieder des Kirchbauvereins nicht schrecken. Seit der Gründung im Oktober 2007 sind die knapp 20 Mitglieder dabei, Spenden zu sammeln, um Schritt für Schritt etwas für die notwendige Sanierung des christlichen Domizils zu tun. "Zum Tag des offenen Denkmals hatten wir eine ausgezeichnete Resonanz. Wir haben da etwa 150 Besucher begrüßen können und haben in einer Ausstellung gezeigt, wie die Kirche einst aussah", berichtet Reinhard Noack erfreut.

Die evangelische Kirche in Hermsdorf wurde im Mittelalter errichtet und seit dem 17. Jahrhundert ist sie in der heutigen Gestalt erhalten bis auf ein wichtiges Element: Der einst weithin sichtbare Turm des Gotteshauses ist 1987 abgerissen worden. Inzwischen ist durch die Eigentümerin, die evangelische Kirche, und unzählige Helfer einiges getan worden, um die notwendigsten Arbeiten durchzuführen, doch es gibt weiter vieles zu erneuern.

Nun haben sich Interessierte und engagierte Bürger aus den Kirchgemeinden gefunden, um für die Sanierung des Gebäudes die notwendigen Mittel zu beschaffen.

Spenden und Kalenderverkauf

Der Anfang ist gemacht: "Wir haben bislang etwa 6000 Euro sammeln können unter anderem durch Spenden, den Verkauf eines Kalenders und die Spenden zum Benefizkonzert diese verwenden wir, um eine sach- und fachgerechte Tragwerksplanung in Auftrag zu geben", sagt Reinhard Noack.

Diese Planung ist die Grundlage für einen Fördermittelantrag, den der Hermsdorfer Verein in der nächsten Zeit stellen möchte.

Der äußere Anblick des denkmalgeschützten Gebäudes lässt den Umfang der notwendigen Arbeiten erahnen: Der Putz fehlt an einigen Stellen ganz, dem Dach setzt schon ein kleiner Sturm erheblich zu.

Deshalb sind die Mitstreiter um den Vorsitzenden Reinhard Noack, Stellvertreterin und Pastorin Christina Schwedusch und Monika Schwarze zuversichtlich. "Wir hoffen, 2010 alle Anträge soweit gestellt zu haben, dass wir dann mit den Sanierungsarbeiten beginnen können", sagt Christina Schwedusch und spricht Monika Schwarze und Reinhard Noack aus der Seele, wenn sie um Spenden für das denkmalgeschützte, wertvolle Gotteshaus und weitere Mitstreiter für den Verein wirbt.

Von Jana Wieduwilt

Lausitzer Rundschau vom 21. Februar 2009

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