KIRCHE: Nun kommt die Innensanierung

Der letzte Bauabschnitt zur Instandsetzung des Rhinower Gotteshauses beginnt

RHINOW - Die Rhinower Stadtkirche wird in diesem Jahr einer Innensanierung unterzogen. Damit wird der vierte und letzte Bauabschnitt der Instandsetzung des um 1300 errichteten und 1740 erneuerten Gotteshauses in Angriff genommen. Rund 162 000 Euro sind noch einmal für die Innensanierung notwendig. "Die Finanzierung ist jetzt gesichert", verkündet Helge Kraft. Doch wie schon für die ersten Bauabschnitte gibt es auch für die Innensanierung keine Fördermittel des Landes.

Dass man die finanzielle Sicherung auch ohne Förderung in den Griff bekommen hat, freut den Rhinower Pfarrer und seine Mitstreiter vom Förderverein zum Erhalt der Stadtkirche besonders. Die für die Innensanierung notwendigen Gelder kommen vom Konsistorium der evangelischen Kirche Berlin - Brandenburg, dem Förderverein, der Kirchengemeinde und von Sponsoren.

In den nächsten Wochen werden die letzten Vorbereitungen für die notwendigen Arbeiten zur Innensanierung mit Erneuerung der Elektroanlagen, Wandmalerei und Farbgestaltung abgeschlossen. Zu diesen Vorbereitungen gehört auch die Ausschreibung einzelner Gewerke. Im März sollen dann die Sanierungsarbeiten in der Kirche beginnen. Den Gottesdienst am Heiligen Abend 2009 wollen die Rhinower dann schon in ihrer renovierten Kirche feiern. Helge Kraft ist zuversichtlich, dass bis dahin alle Arbeiten abgeschlossen sind. Für ihn selbst würde sich damit auch ein ganz persönlich gesetztes Ziel erfüllen. In rund 18 Monaten geht der Pfarrer in seinen wohlverdienten Ruhestand. "In meiner Zeit als Pfarrer möchte ich auf jeden Fall die Sanierung der Kirche erfolgreich abschließen", hat er schon bei mehreren Gelegenheiten erklärt.

Dieses persönliche Vorhaben scheint ihm nun ja auch zu gelingen. Selbst wenn er sicherlich einen sehr großen Anteil an der Erfüllung dieses Wunsches hat, so bleibt er doch bescheiden. "Ohne die Unterstützung des Fördervereins, der Stadt und des Amtes Rhinow sowie des Konsistoriums, unserer Sponsoren und vieler Helfer wäre es nicht möglich gewesen", stellt er heraus. Um selbst einen Anteil zur Sanierung ihrer Kirche leisten zu können, haben sich die Rhinower schon einiges einfallen lassen. So haben sie "Kirchenbrot" gebacken und "Kirchensekt" verkauft.

Bis zur feierlichen Einweihung der renovierten Stadtkirche werden sichtlich gut acht Jahre seit dem Beginn einer Erfolgsgeschichte vergangen sein. Als Erstes nahmen die Rhinower die Restaurierung ihrer Orgel in Angriff. In den Folgejahren wurden dann in mehreren Bauabschnitten Balken ausgewechselt, die Kirchturmkugel erneuert und die Kirche von außen neu verputzt. Mit dem Abschluss der Innenrenovierung werden dann rund eine halbe Million Euro in die Rhinower Kirchensanierung geflossen sein. (Von Norbert Stein)

Märkische Allgemeine vom 03. Januar 2009

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