Schönaer Gotteshaus erstrahlt in neuem Glanz

In der Kirche von Schöna gehen die Sanierungsarbeiten in den Endspurt. Mehrfach war der Termin der offiziellen Wiedereinweihung aufgeschoben worden (die RUNDSCHAU berichtete). Er ist nun für den 14. Dezember angesetzt.

Schöna 

Doch bereits während des Christkindl-Marktes am 29. November und eines Konzertes mit dem Montanara-Chor am 30. November öffnet das Gotteshaus nach Jahren erstmals wieder seine Pforten. Das kündigt Helmut Trapka, Vorsitzender des Kirchen-Fördervereins, an.In den vergangenen Wochen ist es auf der Baustelle zügig vorangegangen. Das Chorgestühl wurde um einige Meter nach vorn in den Innenraum verlegt. Es wird das Dach für einen Gemeinde- und Mehrzweckraum bilden, der durch eine Glaswand vom übrigen Kirchenschiff abgetrennt werden kann. Wohlige Wärme breitet sich im alten Gemäuer aus. "Die Warmluft kommt über in den Fußboden verlegte Konvektoren", erzählt Helmut Trapka. Er ist der Vorsitzende des Fördervereins, der sich im Jahr 2000 damals noch als Interessengemeinschaft zur Rettung der baufälligen Kirche gegründet hatte. Mit seinem Stellvertreter Eberhard Schmidt schaut er auf der Baustelle vorbei. Dort legen Handwerker der einheimischen Firma Thiele letzte Hand an den Fußboden an. Rund 700 der historischen Klinker waren von Fördervereinsmitgliedern aufwendig gereinigt worden. Die Bauleute haben sie in Altarraum und Apsis wieder eingebracht. Rund 1600 Fußbodenplatten seien nicht mehr verwendbar gewesen und mussten von einem Fachunternehmen originalgetreu nachgearbeitet werden, erklärt Helmut Trapka.

"Zum Wochenende werden wir mit den Bauleistungen fertig", sagt Lars Thiele. Zu Beginn der nächsten Woche werden Tischler und Maler noch Restarbeiten ausführen. Beispielsweise würden die ehemaligen Patronatslogen, die ihren Platz einst im Altarraum hatten, als Windfänge an den Eingangstüren aufgestellt, berichtet er. "Am nächsten Donnerstag kommen dann Frauen aus dem Dorf, um die Kirche für den Christkindl-Markt und das Konzert am Folgetag zu reinigen und herzurichten", beschreibt Helmut Trapka den engen Zeitrahmen.

Spenden für die Bänke

Der Vereinschef hatte die Idee zu diesem Markt aus seiner Heimat in den alten Bundesländern mitgebracht. "Wie in jedem Jahr werden die Erlöse der Kirche zugute kommen", sagt er. Als Beispiel zeigt der Vereinschef drei aufgearbeitete und unlängst wieder eingebaute Fenster in der Apsis. "Darin steckt Geld vom Vorjahres-Markt." Diesmal werde für die Restaurierung der Kirchenbänke gesammelt. Bis sie instandgesetzt seien, werde der Innenraum provisorisch mit Stühlen und geliehenen Bänken ausgestattet, erzählt der Vereinschef.

Wie Helmut Trapka erklärt, sei die Wiederherstellung der alten Bänke eine Forderung der Denkmalpflege und wird rund 7000 Euro kosten. "Das ist ein Batzen Geld. Auch die Erlöse des Konzertes mit dem Montanara-Chor sind deshalb für diesen Zweck bestimmt", berichtet er.

Versprechen wird eingelöst

"Der berühmte Chor hat vor dem Umbau schon einmal ein Benefizkonzert in der Kirche gegeben. Damals wurde das Gotteshaus von Stützen gehalten und die Fenster waren kaputt", erinnert sich Helmut Trapka. "Die Sänger wollten nach erfolgten Bauarbeiten wiederkommen und lösen jetzt dieses Versprechen ein", freut sich der Vereinschef.

Von Carmen Berg

Lausitzer Rundschau vom 20. November 2008

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