Der Höchstbetrag ist erreicht

AKTION "Aus 2 mach 3": 45 942,75 Euro gingen ein

RATHENOW - Die letzte Abrechnung des Sonderkontos ist da. Nun kann die Sankt-Marien-Andreas-Gemeinde allen Helfern und Spendern endlich mitteilen, wie die Spendenaktion "Aus 2 mach 3" ausgegangen ist. "Wir kommen insgesamt auf 65 942,75 Euro", sagte Pfarrer Andreas Buchholz gestern in einem Gespräch mit dieser Zeitung, "das heißt, wir erhalten den maximal möglichen Bonus von 20 000 Euro."

Der Kirchengemeinde war es gelungen, mit der im nächsten Jahr beginnenden Dachsanierung des Kirchenschiffes in die Spendenaktion "Aus 2 mach 3" der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland, kurz KiBa, aufgenommen zu werden. Somit wird jeder Euro, der in der Zeit vom 15. März bis zum 30. September dieses Jahres auf ein ganz bestimmtes KiBa-Konto einging, durch die Stiftung mit 50 Cent aufgerundet. Allerdings war eine Spenden-Obergrenze von 40 000 Euro gesetzt, der maximal mögliche Zuschuss kann also 20 000 Euro betragen und ist ja nun auch wirklich erreicht worden.

"Wir sind unheimlich dankbar", hat Pfarrer Buchholz zum Spendenergebnis gesagt, "das ist mehr, als wir erwartet haben." Fast 6000 Euro mehr, als man für den maximalen Bonus brauchte, seien durch die Spenden zusammen gekommen. Allen, die mitgeholfen hätten, sage er ein herzliches Dankeschön. Die Sonderaktion "Aus 2 mach 3" ist nun beendet, darauf hat Pfarrer Buchholz hingewiesen und im gleichen Zusammenhang daran erinnert, wer nun überlege, für die Sanierung der Kirche vielleicht etwas Geld zu geben, sei gebeten, jetzt wieder an den Förderkreis zum Wiederaufbau der Kirche zu spenden.

Die Sanierung des Daches, verbunden mit der Wiederherstellung der Kreuzgewölbe des Hauptschiffes, wird im nächsten Frühjahr beginnen und soll laut Plan rund 826 000 Euro kosten. Wie Pfarrer Andreas Buchholz gestern sagte, sollen vor Weihnachten noch einige der wenigen vorhandenen Gewölbesteine geborgen und geprüft sowie einer oder zwei Pfeiler des Kirchenschiffes durch zwei bis drei Kernbohrungen auf ihre innere Stabilität hin untersucht werden. Immerhin sind die Pfeiler so alt, dass sie auf jeden Fall aus dem Mittelalter stammen. Um Kosten zu sparen, sucht die Kirchengemeinde nun eine Baufirma, die die Kernbohrungen zu günstigen Konditionen ausführt und die Ausgaben für die Dachsanierung dadurch nicht weiter anwachsen lässt. (Von Bernd Geske)

Märkische Allgemeine vom 15. November 2008

   Zur Artikelübersicht