Kunstwerke schreien nach Schönheitskur

Von Anke Beißer

Seltenes Kunstwerk 
Seltenes Kunstwerk: Ulrich Voigt zeigt auf die Ton-in-Ton-Malerei am Altar der Steinhöfeler Dorfkirche. Vor allem die gelben Exemplare müssen restauriert werden.
Foto: MOZ/Anke Beißer

Steinhöfel (MOZ) Hinter den Mauern der Steinhöfeler Kirche verbergen sich wahre Schätze. Die allerdings bedürfen dringend einer Restaurierung. Um diese finanzieren zu können, hat sich jetzt ein Förderverein gegründet. Konkrete Aktionen stehen noch nicht fest, Ideen gibt es aber schon.

Der Förderverein Dorfkirche Steinhöfel hat sich eine ehrgeizige Aufgabe gestellt. Die Ausstattungs-Stücke müssen dringend restauriert werden. Der Verein will dafür Spenden sammeln. "Wenn die Orgel nicht spielt, fällt es im Gottesdienst auf, fehlt den Leuten etwas", sagt Gründungs- und Vorstandsmitglied Petra Wagner. Bei den Kunstwerken sei das etwas schwieriger zu vermitteln. So hat es auch eines Anstoßes von außen bedurft, um den Verein zu gründen.

"Die Idee ist von Berlinern ausgegangen, von Fachleuten, die den Wert der Werke einschätzen können", erzählt Petra Wagner und verweist als Beispiel für eine Impulsgeberin auf Dr. Sybille Badstübner-Gröger, die Vorsitzende des Freundeskreises Schlösser und Gärten der Mark. Solche Partner müsse man als Chance begreifen.

Zu den dringend zu restaurierenden Ausstattungs-Stücken gehören neben dem Altargehäuse die mit in seltener Ton-inTon-Malerei - Camaieu - verzierte Verkleidung der Patronatsloge sowie die hölzerne sechseckige Taufe.

Konkrete Aktionen, um Spenden zu sammeln, gibt es noch nicht. "Der Fürstenwalder Kammerchor will nächstes Jahr wieder ein Konzert geben", sagt Petra Wagner. Sie schlägt vor, die Kirche sonntags regelmäßig zu öffnen.

Märkische Oderzeitung vom 15. November 2008

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