Mönche und Nonnen in Annahütte dicht beieinander

Annahütte Die Henriettenkirche in Annahütte befindet sich gegenwärtig fest in der Hand von Bauarbeitern.

Dahmsdorf (LOS) 

Handwerker des Dachdeckerunternehmens Dietz aus Lauchhammer erneuern hier die komplette Dacheindeckung einschließlich allen Zubehörs. Zuvor hatten bereits Zimmerer eines sächsischen Unternehmens marode Teile des Dachstuhls repariert, teilt Martin Konzag von der Gemeindeverwaltung in Schipkau mit.

Das Dach der vor über 100 Jahren errichteten Kirche war zuletzt so brüchig, dass zunehmend Regenwasser in die Kirche drang und die dortigen Malereien beschädigte. Rund 105 000 Euro wendet nun die Gemeinde Schipkau als Eigentümerin des Bauwerks auf, um diese Entwicklung zu stoppen. Rund zwei Drittel dieser Kosten werden dabei aus dem Förderprogramm "Ländliche Entwicklung" finanziert.

"Mit der kompletten Neueindeckung soll die wertvolle Kirche dann ,ohne Dachschaden’ für die nächsten Jahrzehnte sicher sein", sagt Bauamtsleiter Falk Peschel. "Bis Ende Oktober wollen wir die Arbeiten an diesem durchaus komplizierten Dach beendet haben."

Eine Besonderheit ist die in der Region unübliche Art der Dacheindeckung im Mönch- Nonne-System. "Unsere Kirche besitzt damit ein Dach, welches sonst eher in Süddeutschland anzutreffen ist", berichtet Friedhelm Noack vom Annahütter Förderverein. Zusammen mit weiteren Vereinsmitgliedern kümmert sich Friedhelm Noack ehrenamtlich um den Erhalt und die Nutzung der Kirche. "Mönch und Nonne liegen hier bei uns jeweils paarweise auf dem Dach", so Noack schmunzelnd, "doch welcher Ziegel nun Mönch und welcher Nonne ist, ist nicht ganz klar", sagt er schmunzelnd. ko/red

Lausitzer Rundschau vom 02. Oktober 2008

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