Kirche: Mehr Verantwortung in Stifts-Aufsicht

Förderkreistreffen in Marienfließ / Regionale Vertreter ins Kapitel gewählt

STEPENITZ - Das Stift Marienfließ in Stepenitz (Amt Meyenburg) hat nicht nur vergangenes Jahr Neuerungen erlebt. Es stehen auch im kommenden Jahr zahlreiche Projekte an, wie Julian zu Putlitz als Vorsitzender des Förderkreises des Evangelischen Stifts auf der Jahresmitgliederversammlung am Samstag sagte.

Damit die Region in der St. Elisabeth-Stiftung der Mutter der St. Elisabeth-Diakonie als Träger des Stifts Marienfließ besser präsentiert ist, sind namhafte Prignitzer in das Aufsichtsgremium gewählt worden. Wie Julian zu Putlitz informierte, gehören dem Stiftskapitel nunmehr an: der Vorstand der Sparkasse Prignitz, Wilfried von Bieren, Landrat Hans Lange, der Putlitzer Pfarrer Volker Spitzner, Mücke van de Loo aus Triglitz, Thomas Becken aus Marienfließ und Julian zu Putlitz selbst. Er sagte: "Nach einem Jahrzehnt übernehmen damit endlich mehr Menschen aus der Region im Aufsichtsgremium Verantwortung." Aufgrund der treuhänderischen Verwaltung durch die in Berlin ansässige St. Elisabeth-Stiftung habe es stets eine "gewisse Distanz" gegeben.

Damit könne es nun auch künftig im Stift vorangehen, nachdem seit vergangenem Jahr das Altarbild der Stiftskirche aufgearbeitet ist, Sandsteinreliefs an der Einfahrt angebracht wurden und die Findbücher des Stiftsarchivs in den Prignitz-Mitteilungen veröffentlicht werden konnten. Als laufende und demnächst zu beginnende Projekte wurden die Renovierung des Wintergartens am Haus 10 sowie die Renovierung der Grabplatten in der Stiftskirche erwähnt. Darin sollen auch die Elektroleitungen erneuert sowie eine drahtlose Beschallungsanlage installiert werden. Die größte Aufgabe für die nächsten fünf bis zehn Jahre sieht zu Putlitz im maroden Kirchendach. Es wird erneuert, doch zunächst sei dazu eine Grobschätzung der Kosten einzuholen.

Der Förderkreis, der das Stift seit seiner Gründung 1992 durch Gisbert Freiherr zu Putlitz unterstützt, finaziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Erlöse etwa aus Buchverkäufen. Weil die Mitglieder nun leicht um 7 auf 119 schwanden, wünscht sich Julian zu Putlitz mehr öffentliches Interesse. (Von Matthias Anke)

Märkische Allgemeine vom 08. September 2008

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