SANIERUNG: Die Rechnung zahlt der Verein

Das frisch reparierte Portal der Klosterkirche ist wieder eingebaut, jetzt werden die anderen Türen überholt

NEURUPPIN - Rosswieta Funk ist sehr zufrieden. Seit ein paar Tagen hat die Neuruppiner Klosterkirche ihr Hauptportal zurück. Niemand muss mehr über die Schwelle der provisorischen Bautür am Eingang der Kirchen stolpern. "Das ist wirklich gut geworden", findet Rosswieta Funk.

Die Tischlerei Kremp aus Neuruppin hat das Portal auf Vordermann gebracht. Dass das so aufwändig sein würde, hätten die Handwerker nicht gedacht, als sie die Tür ausgebaut haben. Eigentlich sollte das Portal der Kirche innerhalb weniger Wochen aufgearbeitet sein, doch so einfach war das nicht.

"Wir mussten zuerst die alte Farbe entfernen", sagt Michael Kremp. seine Tischlerfirma hatte die Arbeiten übernommen.

Wie schwer die Türen tatsächlich beschädigt waren, konnten die Handwerker erst erkennen, als das Holz unter der Farbe freigelegt war. Offensichtlich hatte es auch zu DDR-Zeiten schon einmal eine Reparatur gegeben. "Damals hat man einfach Kiefernholz verwendet, um die Schäden auszubessern", sagt Michael Kremp. "Das mussten wir jetzt alles wieder entfernen." Denn ursprünglich bestand das gesamte Portal einmal aus besonders widerstandsfähigem Eichenholz. Und mit richtigem Eichenholz sollte die Tür jetzt auch wieder repariert werden. Selbst die Farbe der Tür haben die Tischler wieder dem ursprünglichen Ton angepasst; nach Untersuchungen von Denkmalpflegern war das ein dezentes, dunkles Braun.

"Das sollte jetzt aber hundert Jahre halten", hofft Rosswieta Funk. Die Kosten für die Sanierung der Kirchentüren will der von ihr vor Jahren ins Leben gerufene Förderverein allein übernehmen. Sie meint nicht nur das Eingangsportal, sondern auch die drei Nebentüren, von denen eine schon repariert wurde. "Das soll in diesem Jahr unser Beitrag sein", sagt die Vereinschefin. Rund 15 000 Euro hat der Förderverein schon gesammelt. Ursprünglich hatte Rosswieta Funk mit 18 000 Euro gerechnet. Wegen des überraschend großen Aufwands wird die Rechnung viel höher ausfallen. Inzwischen ist von rund 28 000 Euro die Rede. Rosswieta Funk ist aber optimistisch, dass auch die zusammenkommen werden.

Der Förderverein hat ein Spendenkonto unter der Nummer 1 740 004 805 bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, Bankleitzahl 160 502 02, eingerichtet.

Mehr über den Verein steht unter der Adresse www.klosterkirche-neuruppin.de im Internet. (Von Reyk Grunow)

Märkische Allgemeine vom 22. August 2008

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