Im August erster Spatenstich in Heinsdorf

Sanierungsbedarf für Kirche und Ruine

Niebendorf-Heinsdorf. Das Doppeldorf Niebendorf-Heinsdorf hat zwei Kirchen. Die in Niebendorf wird noch genutzt, die in Heinsdorf ist eine Ruine. Beide sollen saniert und erhalten bleiben. Doch es fehlt an Geld. Ein Förderverein engagiert sich für die Kirchenruine in Heinsdorf (die RUNDSCHAU berichtete).

Während eines Vor-Ort-Termins hatten sich Fachleute die Kirchenruine in Heinsdorf angeschaut 
Während eines Vor-Ort-Termins hatten sich Fachleute die Kirchenruine in Heinsdorf angeschaut.
Foto: Andreas Staindl

Vereinschef Gerhard Schliebener hat während der jüngsten Ortsbeiratssitzung über den aktuellen Stand berichtet. "Geld für den ersten Bauabschnitt ist da oder wurde zumindest zugesagt", erklärte er. Die Kulturstiftung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse fördere das Projekt ebenso wie der Förderkreis Alte Kirchen in Brandenburg und die Stadt Dahme. Zudem hätten Bürger gespendet. "Wir haben auch Staatsanwaltschaften und Gerichte angeschrieben, um bei der Verteilung von Bußgeldern berücksichtigt zu werden", erklärte Schliebener.

Etwa 115 000 Euro sollen die Sanierung des Glockenturms und des Kirchenschiffs nach ersten Schätzungen kosten. Eine Schrottsammlung im Spätherbst dieses Jahres im Dahmer Ortsteil soll weiteres Geld in die Kasse des Fördervereins spülen. Ideen für eine Nutzung der sanierten Kirchenruine gebe es schon.

"Die Ruine könnte ein Raum der Besinnung für Skater und Radler sein, quasi eine Skaterkirche", sagte Gerhard Schliebener. Die Fläming-Skate führe nur wenige Meter vorbei. Auch die Kirche in Niebendorf liege an der Skate. Die Kirche habe eine Sanierung dringend nötig, wie der stellvertretende Ortsbürgermeister Gerd Queißer sagt. "Die Holzkonstruktion ist stark baufällig, da ist der Wurm drin." Um den weiteren Verfall aufzuhalten müsse das Gotteshaus saniert werden.

Zwei Restauratoren seien vor Ort gewesen, um die Schäden zu begutachten. Der Vize-Ortsbürgermeister rechnet noch in diesem Jahr mit der Kostenschätzung, anschließend sollen Fördermittel beantragt werden. Er hofft, dass die Kommune auch hier Anschubhilfe leistet.

Für Ortsbürgermeister Jörg Niendorf ist die Niebendorfer Kirche "eine Augenweide. Sie darf nicht so enden wie die Kirche in Heinsdorf."

Die dortige Kirchenruine soll jetzt vor dem gänzlichen Verfall gerettet werden. "Am 15. August um 14 Uhr erfolgt der erste Spatenstich", kündigte Fördervereinschef Schliebener an. "Jeder ist herzlich eingeladen."

Andreas Staindl

Lausitzer Rundschau vom 29. Juli 2008

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