KOMMUNE: Die Fenster leuchten wieder im Sonnenschein

Restaurierung im Kirchenschiff / Spendenübergabe

WILDAU - Zwei der vier Kirchenschifffenster in der Wildauer Friedenskirche erstrahlen wieder in neuem Glanz. Golden leuchten sie auf, wenn die Sonne durch ihre Glasmalereien fällt. Die anderen beiden Fenster sind noch mit Sperrholz verschlossen. Sie befinden sich zurzeit noch in der Restaurierung.

"Das Projekt kostet insgesamt 18 500 Euro. Dazu gehören auch die Instandsetzung der zwölf kleinen Fenster über der Empore und der sechs weiteren darunter", sagt der Vorsitzende des Freundeskreises "Friedenskirche Wildau", Christian Ritter. Das A10-Center spendete den fehlenden Restbetrag von 1900 Euro. Centermanager Frank Röhlings überreichte am Freitag den Scheck.

Der Freundeskreis hat die gesamte Summe zur Restaurierung der Fenster mit Hilfe von Spenden und Mitgliedsbeiträgen allein aufgebracht. Unter anderem hat die Gemeinde Wildau das Projekt mit 2600 Euro unterstützt.

Zwei der großen Kirchenfenster wurden im 2. Weltkrieg beschädigt. Glasbausteine traten an ihre Stelle. Ihre Fensterrahmen wurden 1973 wieder eingesetzt und mit Antikglas, ohne die historischen Glasmalereien, gefüllt. Die anderen Kirchenfenster wurden im Laufe der Zeit beschädigt. Die Fenster der Apsis und der Taufkapelle wurden bereits vor fünf Jahren restauriert.

Der Freundeskreis wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, die Friedenskirche und das dazugehörige Pfarr- und Gemeindehaus als architektonisches Ensemble zu erhalten. Christian Ritter betont, dass es sehr viel zu tun gebe und verweist auf die Deckenmalereien, den Orgelprospekt, den Außenputz der Kirche, das Kirchendach und die Instandsetzung des Gemeindehauses.

"Wir hoffen, dass die Kirche im nächsten Jahr neu gedeckt wird. Den Antrag beim Kirchenkreis haben wir bereits gestellt", sagt Pfarrerin Cornelia Mix. Die Zustimmung vom Denkmalamt für Baumaßnahmen an der fast 100-jährigen Jugendstilkirche liegen ebenfalls vor.

Dem Freundeskreis gehören 26 Mitglieder an, unter ihnen Wildaus Bürgermeister Uwe Malich und die Familie Schleese. Helga und Dieter Schleese haben die Instandsetzung des Deckengewölbes der Kirche in den Neunzigerjahren sehr unterstützt.

Die Pfarrerin betont, dass auch das Gemeindehaus mit seinem Garten unverzichtbar für die Kirchenarbeit sei. "Leider wissen wir noch nicht, wie wir es erhalten sollen", so Mix.

"Wir brauchen dringend noch Unterstützung finanzieller Art und mehr Freundeskreismitglieder, um alles, was wir uns vorgenommen haben, zu realisieren", sagte Ritter. (hv)

Märkische Allgemeine vom 23. Juni 2008

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