DOM: 105 000 Euro Überschuss

Förderverein wählt neuen Vorstand und zieht Bilanz für 2007

Die 14. Mitgliederversammlung des Fördervereins Dom zu Brandenburg hat sich einen neuen Vorstand gegeben. Nach der Entlastung des alten wurden dabei einstimmig im Amt bestätigt: der Vorsitzende Friedrich Christian Perker, stellvertreten von Klaus Windeck. Schatzmeister bleibt Florian Schmidt. Ihnen zur Seite sitzen weiterhin Rüdiger Freiherr von Schnurbein und Achim Krekeler.

788 000 Euro für die Domklausur

Im Beisein der Kuratoriumsmitglieder Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) und Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) ließ Perker das Jahr 2007 Revue passieren. Danach hat der Förderverein die Brückenverbindung zum Grillendamm ermöglicht, das Geläut des Domes erweitert, hat die Publikationen des Domstifts unterstützt und hat für die im Oktober begonnene Rekonstruktion des Nordflügels der Domklausur dem Domstift 788 000 Euro zugesagt. Die Fördersumme wurde durch die Verwaltung so genannter Münzmittel erwirtschaftet, die dem Förderverein vom Bund 1999 zugewiesen wurden: einmalig fünf Millionen Mark. Der Verein ist dabei gegenüber dem Bundesrechnungshof verantwortlich. Über die Verwendung der erwirtschafteten Gelder gibt es freilich Meinungsverschiedenheiten zwischen Domstift und Förderverein, der wie bisher über die Mittel allein verfügen will.

In der Jahresrechnung 2007 legte Schatzmeister Florian Schmidt dank vermehrter Mitgliederspenden einen beachtlichen Überschuss von knapp 105 000 Euro vor. Rücklagen, die mittelfristig für ein wichtiges Vereinsziel eingesetzt werden könnten: genügend Mittel für die Erneuerung des Innenraums der Kirche bereit zu halten. Dadurch erhofft sich der Förderverein den endgültigen Durchbruch bei der Attraktivität des Doms auch für Touristen.

Einen besonderen Dank formulierte Perker gegenüber Dompfarrerin Cornelia Radeke-Engst. "Sie hat uns von Anfang an begleitet und unsere Domgemeinschaft aufgebaut." Wie berichtet, verabschiedet sich Radeke-Engst nach 20 Jahren nach Berlin. Sie hinterlasse funktionierende Strukturen. "Predigerreihe" und "Kirche im Gespräch" seien längst etabliert.

"Ohne uns wird dieser Slogan nicht zu füllen sein"

Neben der kontinuierlichen und behutsamen Rekonstruktion des Domes und dem Beginn der Sanierung der Petrikapelle nimmt der Förderverein 2008 das Motto der Buga 2015 auf: "Von Dom zu Dom, das blaue Band der Havel". "Ohne uns wird dieser Slogan nicht zu füllen sein und wir sollten diese Chance nutzen", sagte Schönbohm. (cas)

Märkische Allgemeine vom 20. Mai 2008

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