DORFLEBEN: Für einen freien Blick aufs Gotteshaus

Kirchenumfeld wird umgestaltet

GÖRNE - Die im Jahr 1728 als rechteckiger Fachwerkbau errichtete Görner Kirche steht auf einer Anhöhe mitten im Dorf. Der hölzerne Dachturm wurde erst 1740 auf dem Westgiebel aufgesetzt. Doch beim Läuten der Glocken begann der Turm zu schwanken. Deshalb wurde er um 1800 bei notwendig gewordenen Reparaturarbeiten an der Kirche auf seine heutige Höhe verkürzt.

Die Görner Kirche ist baulich betrachtet in einem noch recht passablen Zustand. Doch leider ist von ihr herzlich wenig zu sehen. Hohe Tannen, Eichen und andere Bäume versperren die Sicht auf das Gotteshaus. Das soll sich nach dem Willen des Förderkreises zum Erhalt der Görner Dorfkirche ändern. Auf der diesjährigen Jahresversammlung des Vereins wurde die Auslichtung des Baumbestandes mit einer Neugestaltung des Kirchenumfeldes als Aufgaben benannt, die man noch in diesem Jahr in Angriff nehmen möchte. Damit meldet sich der 1999 gegründete Förderverein nach untätigen Jahren zurück.

"Das soll sich nun wieder ändern", so Karl-Heinz Mauß. Ende des vergangenen Jahres wurde er zum neuen Vorsitzenden des Fördervereins gewählt und möchte nun mit seinem Stellvertreter Lothar Kuhlmey und den Vorstandsmitgliedern Lothar Görne und Antoni Vollenscheer neuen Schwung in die Arbeit bringen.

Die Kirchenumfeldgestaltung soll der Anfang sein und den Görnern zeigen, dass der Förderverein mit seinen derzeit 13 Mitgliedern die Umsetzung seiner in einer Satzung verankerten Vereinsziele mit mehr Elan verfolgen will. Diese Satzung soll in den nächsten Wochen auch aktualisiert werden. Die Öffnung des Gotteshauses für Besucher und die Organisation von Veranstaltungen in der Kirche sind weitere Vorhaben, die in diesem Jahr in Angriff genommen werden sollen, so ein weiteres Ergebnis der Jahresversammlung. Als Veranstaltungen sind zunächst eine Fotoausstellung mit historischen Görner Ansichten und ein Musiknachmittag vorgesehen.

Auch wenn das denkmalgeschützte Gebäude in einen noch recht ordentlichen baulichen Zustand ist, soll für die Kirche ein Sanierungskonzept erarbeitet werden. Damit möchte man Klarheit erhalten, welche Maßnahmen und finanziellen Mittel notwendig sind, um notwendige Arbeiten in Angriff zu nehmen. Mit ziemlicher Sicherheit stehe fest, so der Vorsitzende, dass der Holzturm einen neuen Anstrich benötige, Arbeiten am Dach und im Fachwerksbereich notwendig seien und im Inneren der Kirche die Bänke überholt werden müssten. Für die einzelnen Vorhaben will man sich in Abstimmung mit dem Gemeindekirchenrat um Fördermittel bemühen und die Arbeiten im Außenbereich mit der Kommune absprechen. Dabei soll berücksichtigt werden, dass für Görne eine neue Dorfgestaltungskonzeption erarbeitet wird. (ns)

Märkische Allgemeine vom 20. Mai 2008

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