KULTUR: Meßdunker Kirche in neue Saison gestartet

Betreiberverein hofft auf bessere Resonanz als 2007

MESSDUNK - Es kann nur besser werden. Davon sind Katrin Willing und Anna-Luise Pachali überzeugt. Sie gehören zum Vorstand des Vereins Justkultur, der seit 1994 mit Musik, Schauspiel und Lesungen die kleine Kirche in Meßdunk belebt. In diesem und vielleicht auch im kommenden Jahr gibt es dafür eine finanzielle Spritze. Aus dem "Fonds Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes" (MAZ berichtete) erhält der Verein Unterstützung und kann manche Aktion ohne Eintritt bestreiten. Insgesamt bekommt der Verein einen bestimmten Betrag erstattet. "Wenn das Geld alle ist, ist es alle", sagt Katrin Willing.

Zum Beispiel das gestrige "Frühlingswachen", wie der Auftakttag hieß. Nach einem Spiel mit dem Bären Oskar der Brandenburger Puppenbühne JoJo gab es Satire und Musik. Am Nachmittag indes war die Zahl der Besucher recht übersichtlich.

Ohne die Förderung wäre es in diesem Jahr sehr eng geworden, sagt Willing. 2007 sei nicht gut gelaufen und bei etlichen Vereinsmitgliedern "ist die Luft raus". Von einem Dutzend Aktiven sei nur noch die Hälfte dabei geblieben. Den Zuschauermangel im vorigen Jahr führen die beiden Frauen auf das breite Kulturprogramm in Brandenburg zurück. "Deshalb fahren weniger Leute bis zu uns hinaus", sagt Katrin Willing. Der Neugiereffekt, mit der Meßdunker Barockkirche einen besonderen Kulturort erleben zu können, sei inzwischen ausgereizt, sagt Anna-Luise Pachali. Spätestens für 2009, dem Jahr des 15. Vereinsgeburtstages, gelte es neue Akzente zu setzen. Für dieses Jahr steht das Programm.

"Common contrasts" steht am 10. Mai in Meßdunk auf dem Programm. Das Duo gibt "Viaggio" eine Reise von der Musik des Barock bis zum Tango der Gegenwart. Beginn ist um 20 Uhr.

Märkische Allgemeine vom 14. April 2008

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