20 000 Euro für Sanierung der Dorfkirche

BUCHOW-KARPZOW Für den zweiten Abschnitt der Kirchensanierung im Ortsteil Buchow-Karpzow sollen in diesem Jahr 20 000 Euro aus dem Gemeindehaushalt Wustermark bereitgestellt werden. Die Mehrheit war gegen eine Begrenzung der Mittel auf 10 000 Euro, wie sie von der CDU-Fraktion vorgeschlagen worden war. Auch die Linken fanden, 20 000 Euro seien angesichts der angespannten Haushaltslage zu viel. Wie berichtet ist der Wustermarker Etat ist in diesem Jahr genehmigungspflichtig.

Statt in die Kirchensanierung würde sie lieber mehr Geld in die Kinder- und Jugendarbeit stecken, bemerkte Sabine Stoll (Linke). Bürgermeister Bernd Drees sagte, dass das Geld für die Kirchensanierung in Buchow-Karpzow dringend benötigt werde. Mit 10 000 Euro könne man zwar Gutes tun, die Frage sei aber, ob dies ausreiche. Geplant sind in diesem Jahr ein neues Dach und die Fassadengestaltung für insgesamt 170 000 Euro. Geld dafür gibt’s auch von der Kirche und aus dem Staatskirchenvertrag.

Märkische Allgemeine vom 05. Februar 2008

s. dazu die Märkische Allgemeine vom 31. Januar 2008:

Lichtstreif am Förderhorizont

Gotteshaus in Buchow-Karpzow kann nur mit Zuschüssen saniert werden – neue Geldquelle in Sicht

Von Anke Fiebranz

BUCHOW-KARPZOW Die Dorfkirche von Buchow-Karpzow wird in drei Abschnitten saniert. Ein großes Unterfangen für die kleine Kirchengemeinde, vor allem kostspielig.

Etwa 500 000 Euro müssen insgesamt aufgebracht werden. Jetzt sieht Harald Schöne, Chef des Gemeindekirchenrates und Ortsbürgermeister, einen kleinen Lichtstreif am Horizont, was die Bezahlung des dritten Abschnittes angeht. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Krüger-Leißner hatte ihm in einem Gespräch jüngst einen Tipp gegeben. Ein Mix von Geldern aus dem Bundshaushalt 2008 und der Städtebauförderung 2008 in den neuen Ländern könnten Möglichkeiten eröffnen. Das Geld soll für Gebäude eingesetzt werden, die das Ortsbild prägen. Kirchen gehören dazu.

"Das wäre für uns schon eine große Hilfe, denn normalerweise müssen die Kirchengemeinden die Innensanierung selbst bezahlen", so Harald Schöne. Und um die geht es im letzten Sanierungsabschnitt, der 2009 beginnen soll. Etwa 150 000 Euro sind dafür kalkuliert. Der Buchow-Karpzower ist auf alle Fälle dafür, einen Zuschussantrag zu stellen. Dies müsse über die Gemeinde Wustermark geschehen.

Bevor’s aber ans Innere der Kirche geht, die von 1678 stammt, steht in diesem Jahr erst mal die Dachsanierung und Fassadengestaltung für rund 170 000 Euro an. Abschnitt zwei: Eine mündliche Zusage auf Fördermittel aus dem Staatskirchenvertrag liegt dafür schon vor. "Um die 50 Prozent sind drin", so Schöne. "Wir hoffen, dass wir wieder Mittel von der Gemeinde Wustermark bekommen", setzt er hinzu.

2008 gab die Kommune immerhin 10 000 Euro für den Turm dazu. Der Kirchenkreis Falkensee war mit 36 000 Euro beteiligt. Das Gros des Geldes floss aus dem Staatskirchenvertrag. Der Turm für insgesamt 150 000 Euro war zu Weihnachten fertig geworden. Allerdings hatte seine Rekonstruktion 35 000 Euro mehr verschlungen als ursprünglich geplant. Morsches Gebälk war schuld gewesen – dass es so knirschte hatte man vor Beginn der Arbeiten nicht sehen können. "Aber da wurde über den Staatskirchenvertrag Geld nachgeschoben", so Schöne erleichtert.

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