Heinsdorfer Förderverein hat bereits 6000 Euro

Spenden für Kirchenruine

Niebendorf-Heinsdorf. Die Sanierung der Heinsdorfer Kirchenruine (Teltow-Fläming) könnte noch in diesem Jahr starten. Davon zumindest geht Gerhard Schliebener aus.

Der Vorsitzende des vor wenigen Monaten gegründeten Fördervereins zur Sanierung der Kirche erklärte während der Ortsbeiratssitzung, dass Heinsdorfer Bürger schon fleißig gespendet haben. "Auch ehemalige Einwohner und Niebendorfer unterstützen das Projekt", sagte er.

Mitte Oktober des vergangenen Jahres sei eine große Spendenaktion gestartet worden. 6000 Euro seien bisher an Spenden zusammengekommen. 3000 Euro wolle die Stadt Dahme zur Verfügung stellen, 1000 Euro seien Mitgliedsbeiträge. "Wir sind derzeit 30 Mitglieder, weitere Anträge liegen schon vor", erklärte Schliebener. Er sei dabei, weitere Geldquellen zu erschließen. 115 000 Euro würden benötigt, um den Glockenturm zu sanieren und zumindest die Mauern des Kirchenschiffs zu erhalten. Das Dach des Turms und des Kirchenschiffs sowie die elektrische Anlage für das Glockengeläut seien in den Sanierungskosten nicht enthalten. Für den Fußboden in der Kirche seien 20 000 Euro eingeplant. Der Schutt aus dem Kirchenschiff soll ausgesiebt werden. "Es gibt Hoffnung auf historisch wertvolle Dinge", erklärte der Vereinschef.

Er will durch Eigenleistungen der Bürger Geld sparen: "Wir könnten den Schutt räumen, die Glocken und das Gerüst streichen." Verhindern würde er gern ein Gutachten, das die Denkmalbehörde fordere und das 5000 Euro koste.

Am 7. Februar dieses Jahres um 11 Uhr soll es einen Vor-Ort-Termin in Heinsdorf geben. Vertreter des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg würden ebenso erwartet wie Verantwortliche der Denkmalbehörde, des Konsistoriums der evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Kreisarchäologe des Teltow-Fläming-Kreises. "Wir wollen den ersten Bauabschnitt festlegen und einen Finanzierungsplan aufstellen, um Fördermittel beantragen zu können", erläuterte Gerhard Schliebener.

Wie er weiter sagte, wolle sich der Förderverein der Heinsdorfer Kirche am 4. März dieses Jahres um 20 Uhr zur Jahreshauptversammlung treffen. Zuvor von 19 bis 20 Uhr halte der Vorsitzende einen öffentlichen Vortrag über die Vergangenheit des Gotteshauses. Er wolle dabei einen Ausblick auf die Sanierung geben.

Lausitzer Rundschau vom 05. Februar 2008

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