Geld allein macht es nicht

Den ersten Spenden für die Klausdorfer Kirche sollen nun organisatorische Schritte folgen

KLAUSDORF - 800 Euro sind für die Sanierung des Klausdorfer Gotteshauses erst einmal sicher. Das ist das Resultat einer Spendenaktion beim ersten Klausdorfer Weihnachtsmarkt im Dezember (die MAZ berichtete). Dieses Ergebnis verkündete Edith Rettschlag, Bürgermeisterin von Bardenitz am Donnerstagabend bei der Beratung des Gemeindekirchenrates. Das Geld werde auf ein gemeindeeigenes Sonderkonto eingezahlt.

Noch aber steht ein Zeitpunkt für die Sanierung des Kirchengebäudes in den Sternen. Ungeklärt ist nach wie vor die Zusammenführung von Grund und Boden mit der Immobilie. Diese ist Kircheneigentum, das Land auf dem sie steht, Eigentum der Stadt Treuenbrietzen. "Das muss erst einwandfrei geklärt werden, vor allem die Finanzierung", sagt Roswitha Briese, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Zurzeit liege der Vorgang zur Bearbeitung und Entscheidungsfindung der Landeskirche Berlin-Brandenburg vor.

Erklärtes Ziel des mit viel Engagement vorbereiteten und erfolgreichen kleinen Weihnachtsmarktes war es, möglichst viele Besucher auf die Dringlichkeit einer Sanierung aufmerksam zu machen, was auch gelungen ist. Die Klausdorfer sind stolz auf die Resonanz. Weiterhin haben sie die Gründung eines Fördervereins im Auge, der die Sanierung der Kirche unterstützen soll. Zu tun gibt es reichlich. Das betrifft sowohl die Fassaden als auch den Innenraum. Außerdem hat das Gotteshaus noch immer keinen Elektroanschluss.

Weitere 300 Euro brachte eine Sammelaktion von drei Unternehmen ein. Sie boten auf dem Weihnachtsmarkt ihre Produkte an, die kostenlos an Kunden vergeben wurden, die mindestens zehn Euro in die Spendenbox geworfen hatten. "Aber", so Horst Bringewald, "Voraussetzung dafür, dass das Geld für die Unterstützung des Vorhabens ausgereicht wird, ist ein nachhaltiges Bewirtschaftungskonzept für die Kirche". Dazu müsse ein gemeinnütziger Verein mit klarer Zielstellung und Satzung etabliert werden. Genau das haben die Klausdorfer bereits vor. (Von H.-Dieter Kunze)

Märkische Allgemeine vom 29. Januar 2008

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