Der vierte Bauabschnitt wird der letzte sein

Das Rhinower Gotteshaus wird zum Abschluss aller Arbeiten nun innen saniert

RHINOW - Mit einem vierten Bauabschnitt soll in diesem Jahr die Innenrenovierung der Rhinower Stadtkirche in Angriff genommen werden. Dazu laufen gegenwärtig die notwendigen Vorbereitungsarbeiten im Zusammenwirken von evangelischer Kirchengemeinde und Förderverein zum Erhalt der Rhinower Stadtkirche. So wurde bereits ein Restaurator tätig, der einen kleinen Teil der alten Wandmalerei freigelegt hat. Inwieweit diese alte Malereien Einfluss auf die zukünftige Gestaltung haben wird, kann heute noch niemand sagen.

Auf jeden Fall sollen aber die Mitglieder der Kirchengemeinde bei der Entscheidung zur farblichen Gestaltung eng mit einbezogen werden. Doch bevor die ersten Pinselstriche gemacht werden können, sollen noch andere Arbeiten erledigt werden, wie zum Beispiel der Erneuerung der elektrischen Anlagen und die Überholung der Heizung. Alle notwendigen Arbeiten sind Bestandteil eines Gesamtkonzeptes zur Innenrenovierung. Die Unterlagen sind gegenwärtig zur Begutachtung beim Konservatorium der evangelischen Kirche Berlin–Brandenburg.

Helge Kraft, Pfarrer in Rhinow, hofft auf einen baldigen positiven Bescheid. Für Kirchengemeinde und Förderverein beginnt dann ein weiterer entscheidender Abschnitt. Nach ersten Einschätzungen wird die Innensanierung der Kirche rund 90 000 Euro kosten. Um das Geld aufzubringen, sind die Rhinower auf Förderungen angewiesen. Dazu gilt es, mit den entsprechenden Institutionen zu sprechen und ihre Unterstützung zu erreichen. Helge Kraft ist aber bei all diesen Problemen trotzdem guter Dinge, dass man in diesem Jahr ein gutes Stück vorankommt. Ob man schon die gesamte Innenrenovierung abschließen kann, hängt maßgeblich von der Gewinnung von Geldgebern ab.

Aber in dieser Hinsicht haben die Rhinower, die sich um den Erhalt der Stadtkirche kümmern, schon reichlich Erfahrung. Bereits vor sieben Jahren haben sie mit der Restaurierung ihrer Kirche begonnen, als sie sich die Aufarbeitung der Orgel vornahmen. In den Folgejahren wurden in drei Bauabschnitten Balken ausgewechselt, die Kirche von außen neu geputzt und die Kirchturmkugel erneuert. Allein die Arbeiten an der Kirchturmkugel haben 170000 Euro gekostet. Mit der Innenrenovierung soll nun im Wesentlichen die Gesamtrestaurierung der um 1300 errichteten und in den Jahren um 1740 erneuerten Feldsteinkirche abgeschlossen werden. (Von Norbert Stein)

Märkische Allgemeine vom 22. Januar 2008

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