Weil die Kirche ins Dorf gehört

Rehfelder Gotteshaus hat das Schlimmste überstanden / Vielen Helfern ist zu danken

REHFELD - Sie ist kein Besuchermagnet. Sie glänzt nicht nach allen Seiten und war in ihrem Bestand gefährdet. Die Dorfkirche von Rehfeld hat aber dennoch ihren Platz im Ort verdient.

So sehen es auch die Einwohner, von denen viele nicht müde wurden, im zu Ende gehenden Jubiläumsjahr – Rehfeld ist 700 Jahre alt – dem Gotteshaus Gutes zu tun. Pfarrer Henning Utpatel hat das Wesentliche zu diesem Thema zusammengefasst.

Er schreibt: "Die notwendigen Reparaturarbeiten am Turm der Rehfelder Kirche sind fast abgeschlossen. Die alten Schieferplatten der Turmeindeckung hatten sich in den vergangenen Jahren gelöst, einzelne waren herabgestürzt. Der Sturm ,Kyrill’ im Januar hinterließ so starke Schäden, dass eine Sperrung des Zugangs zur Kirche erfolgen musste. Die Kirchengemeinde bemühte sich daraufhin um eine Baubeihilfe von der Landeskirche, die im Herbst genehmigt wurde. So konnte im Oktober die Notsicherung des Kirchturmes beginnen, die im Januar 2008 zum Abschluss kommen soll. Mit Hilfe von zahlreichen Spenden, für welche auch an dieser Stelle gedankt wird, sowie von Zahlungen der Versicherung gelingt die genannte Notsicherung des Turmes: Einzelne alte Balken des Turmes sowie zwei Drittel der Dachschalung waren auszuwechseln. Die Schieferdeckung ist jetzt bis ins letzte Drittel der Turmspitze vorgedrungen.

Nun darf wieder in der Kirche Gottesdienst gefeiert werden. Und dies ganz besonders am Heiligabend um 18Uhr. Dann wird wahrscheinlich auch die neue Wetterfahne eingetroffen sein, die in der Kirche zu besichtigen ist, bevor sie auf die Spitze montiert wird. Dank vieler Helfer aus der Kirchengemeinde sowie der guten Einrüstung des Kirchturms durch die Firma Muhs kann Dachdeckermeister Klaus Jankowski aus Plänitz die aufwändigen Schieferarbeiten trotz Wind und Kälte voranbringen."

Bis die Kirche aus dem Zustand der "ersten Hilfe" herauskommt, bedarf es noch vieler Anstrengungen. Aber die lohnen sich. Denn die Kirche gehört ins Dorf. (mann)

Märkische Allgemeine vom 22. Dezember 2007

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