Wieder selbst mit angepackt

Kränzliner retten ihr altes Gotteshaus vor dem Verfall / Giebel jetzt erneuert

KRÄNZLIN - Jedes Jahr vollbringt der Förderverein der Kränzliner Kirchenruine kleine Wunder: Mit viel Engagement setzt er sich für den Erhalt der Kirche ein und erneuert sie peu à peu. In den vergangenen Wochen ist am Ostgiebel des verfallenen Kirchenschiffes gebaut worden. "Das war ein wichtiger Schritt: Wir haben den beschädigten Giebel soweit saniert, dass er vor weiterem Verfall geschützt ist", sagt Peter Birke vom Förderverein. Seit wenigen Tagen sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Nun könne der Verein zufrieden in die Winterpause gehen.

Mehrere 1000 Euro verschlingt die Sanierung des maroden Giebels. Zwei Drittel der Bausumme trägt der Förderverein. Dafür haben die etwa 30 Vereinsmitglieder gespendet und gesammelt. Den Rest will die Kirchengemeinde übernehmen.

Wie bei den Aufräum- und Bauaktionen in der Vergangenheit haben sich die Kränzliner auch diesmal nicht gescheut, selbst mit anzupacken. "Für die schwierigen Arbeiten brauchten wir natürlich eine Fachfirma. Aber der Förderverein hat dabei Hilfsdienste geleistet", sagt Peter Birke, der im Vorstand mitarbeitet.

Im Vorjahr hatte sich der Verein für ein neues Turmdach stark gemacht. Welcher Herausforderung sich die Kränzliner im neuen Jahr annehmen wollen, werden sie im Februar auf der Mitgliederversammlung des Vereins beraten. So müsse zum Beispiel noch das Mauerwerk aus alten Feldsteinen im Kirchenschiff verfugt werden. "Auch die Sanierung und Gestaltung des Turmes als Eingangsbereich wäre ein weiterer wichtiger Schritt", meint Birke. (Von Katharina Kastner)

Märkische Allgemeine vom 21. Dezember 2007

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