Ehrung für Gadower Förderverein

Weitere Fensterpaten für "Dorfkirche des Monats" gesucht

GADOW - Die brandenburgische Dorfkirche des Monats Dezember steht in Gadow. Nach jahrzehntelanger Baufälligkeit sei es durch erste Baumaßnahmen in den zurückliegenden vier Jahren gelungen, die neugotische Kirche zu neuem Leben zu erwecken, teilte der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg gestern in der Bundeshauptstadt mit. Parallel zur derzeit laufenden Dachsanierung sollen nun auch die defekten Fenster erneuert werden.

Der örtliche Förderverein suche daher noch weitere "Fensterpaten", die die Stückkosten von vier Euro für die mehrere tausend einzelnen Scheiben übernehmen. Das erste der zehn großen Fenster des Kirchenschiffes ist unlängst eingebaut worden (die MAZ berichtete). Die Einnahmen aus weiteren Veranstaltungen dienen der Finanzierung weiterer Scheiben für die nächsten Fenster. "Erst am Sonntag konnte der Förderverein das Wittstocker Blasorchester zu einem gut besuchten Konzert begrüßen", freute sich Renate Schüler vom Förderverein.

Die Kirche, an deren Bau auch der preußische Baumeister Friedrich August Stüler beteiligt war, stammt aus dem Jahr 1863. Ab 1979 musste sie wegen Baufälligkeit für Besucher geschlossen werden. Auch Gottesdienste waren nicht mehr möglich. Ende 2003 wurde unter der Empore eine "Winterkirche" eingerichtet. Seither steht das Bauwerk der Gemeinde wieder für Veranstaltungen zur Verfügung.

Die Bürgerinitiative "Freie Heide", die gegen das geplante "Bombodrom" in der Nachbarschaft kämpft, hatte wiederholt in die Kirche zu Konzerten, Theateraufführungen und Lesungen eingeladen. (epd/kö)

Märkische Allgemeine vom 04. Dezember 2007

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