Forster Initiative startet vor einem Jahr und trifft auf großes Echo

Spendenaktion ist erfolgreich: 100 000 Euro für St. Nikolai

In nur knapp über einem Jahr kamen bei der Spendenaktion für die Sanierung der Stadtkirche St. Nikolai 100 000 Euro zusammen. Das gaben gestern Kirchbauverein und Gemeindekirchenrat bekannt. Allein während der Spendenverdopplungsaktion, an der vier ortsansässige Unternehmen teilgenommen hatten, kam eine Summe von 17 948 Euro zusammen.

Dicht an dicht drängten sich die Besucher 
Als Dank für die Unterstützer der Spenden-Verdopplungsaktion gab es dekorative Bilder der St. Nikolai-Kirche.Junge Sprayer hatten an einem Wettbewerb der VR Bank teilgenom-men, zu dessen Jury der Vorstand der Kirchengemeinde und des Kirchbau-vereins wurde. Der Sieger ist der Cottbuser Wiktor Imbierski, der als Preis 200 Euro erhält.
Foto: Jürgen Scholz

Vor allem die Spendenverdopplungsaktion sei «hervorragend gelaufen» , erklärte Frank Henschel für den Kirchbauverein. Vier Unternehmen hatten für jeweils eine Woche die bei ihnen während dieses Zeitraums eingegangen Spenden verdoppelt. Die RUNDSCHAU hatte jeweils zum Wechsel auch mit großformatigen Anzeigen auf den neuen Spendenverdoppler hingewiesen. «Es gab viele Menschen, die so zum Wiederholungstäter wurden» , erklärte Henschel. Zuletzt klaffte noch eine Lücke zum Ziel von 882,46 Euro, die mit einer zusätzlichen Spende der Sparkasse geschlossen wurde.

Begonnen hatte die Spendenaktion vor einem Jahr beim Brandenburg-Tag. Damals sei die Kirchengemeinde noch von einem Finanzierungsaufwand von 530 000 bis 500 000 Euro ausgegangen, um das Dach neu zu decken und die Fassade zu sanieren, erinnerte Marko Sieber, Vorsitzender des Gemeindekirchenrats, an den Anfang der Aktion. Weil trotz des Einsatzes von Städtebau-Fördermitteln, der Landeskirche und der Kirchengemeinde eine Finanzierungslücke von 100 000 Euro übrig blieb, wurde diese Zahl als Ziel genommen. «Ich weiß nicht, was ich getan hätte, wenn wir im Juni oder Juli noch bei 20 000 bis 30 000 Euro vor uns hingedümpelt wären» , räumte Sieber gestern ein. So konnten die Bauaufträge bereits ausgelöst werden. Das Dach der Kirche wird bereits neu gedeckt. Im kommenden Jahr soll die Fassade erneuert werden.

Die Kosten für die Sanierung sind zwar angezogen, die 100 000 Euro-Aktion sei aber abgeschlossen, betonte Henschel. Obwohl die Förderungen teilweise mit dem Gesamtpreis stiegen und Aussicht auf zusätzliche Unterstützung aus Lotto-Mitteln und Stiftungen bestehe, bleibe noch eine Lücke von etwa 30 000 Euro so Henschel. Es werde bereits langfristig geplante Benefizkonzerte geben und weiterhin gesammelt. Aus der Versteigerung von zwei Bildern werden von der VR Bank weitere 200 Euro kommen. Eine Spende kam laut seinen Angaben aus den USA, einige aus Wermelskirchen, die meisten aus Forst. Reinhard Schulze vom gleichnamigen Autohaus, der die Verdopplungsaktion unterstützt hatte, stimmte der Erfolg der Aktion zuversichtlich über die Möglichkeiten in der Region. «Ich hoffe, dass nun weitere Objekte in der Stadt folgen.» Auch der Apotheker Jens Dobbert, der ebenfalls an der Verdopplung teilgenommen hatte, war «positiv überrascht» über das Echo auf den Spendenaufruf.

Am 27. Oktober wird es in der Kirche ein Benefizkonzert des Niederlausitzer Sängerbundes und im April ein Sinfoniekonzert für die Kirche geben, kündigte Frank Henschel bereits an.

Lausitzer Rundschau vom 09. Oktober 2007

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