Nach den Sternen gegriffen

Der Verein "kulturWust" schafft Kultur- und Sportangebote

Vier große Ks bestimmen die Arbeit des Verein "kulturWust": Kirche, Kinder, Kunst und Kanu. Mit regelmäßigen Veranstaltungen wollen die 22 Vereinsmitglieder die Kirche des Dorfes beleben und zum "Treffpunkt für Gott und die Welt machen", wie der Vorsitzende Gerhard Schneider berichtet.

Der Verein war Mitte der 90er-Jahre gegründet worden, um die Wuster Kirche, die zusammenzufallen drohte, am Leben zu erhalten. Inzwischen wollen die Vereinsmitglieder mehr. Sie haben mit dem geänderten Konzept die Satzung erweitert und den Namen in "kulturWust" geändert.

Weiterhin geht es dem Verein um die Restaurierung der Kirche, speziell den Kirchenvorraum, die Empore und die Kanzel. Nach dem Vorbild von Neuhardenberg soll dabei der Sternenhimmel auf der Kirchendecke helfen. Jeder Bürger kann einen der etwa 100 Sterne kaufen, wird dafür auf der "Sternenkarte" vermerkt und hilft, notwendige Reparaturen zu finanzieren.

Eine Paradedisziplin von "kulturWust" sind drei Kinderkunstprojekte. An drei Schulen hat sich ein Schulzirkus etabliert, in dem Schüler als Akrobaten auftreten. Der Verein betreue das Projekt und stelle die Zirkusgeräte, berichtet der pensionierte Deutsch- und Sportlehrer. Ursprünglich war das Projekt in Jeserig gestartet, nach der Schließung der dortigen Schule zeigten Schulen im Raum Potsdam das größte Interesse am Fortbestand.

Gerhard Schneider und seine Mitstreiter möchten die Wuster Kirche verstärkt als Veranstaltungsort nutzen. Schon bisher fanden dort Konzerte, Feiern und Vorträge statt. Aus einem Konzert im November soll sich, wenn möglich, eine ganze Reihe entwickeln. "Wir haben mit Knopfakkordeon-, Glasharfe- und Cymbalomspieler gesprochen", berichtet der Vorsitzende. Der Verein müsse sehen, ob er eine solche Kulturreihe finanzieren kann.

Der Verein besitzt mehrere Kanus und einen Trailer, die in Verbindung mit dem Verein "Mittlere Havel" im "rentpoint" von Götz ausgeliehen werden können. Für Jugend- oder Sozialprojekte stellt "kulturWust" seine Boote auch kostenlos zur Verfügung. Der Erlös des übrigen offiziellen Verleihs komme der Restaurierung der Kirche zu Gute, erläutert Gerhard Schneider.

Märkische Allgemeine vom 08. Oktober 2007

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