Mosaik mit 15 000 Steinen

Förderkreis der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zieht positive Bilanz

DIRK GUDERJHN

RATHENOW Das Jahr 2006 hatte für den Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche zwei Höhepunkte: zum einen das zehnjährige Bestehen des Förderkreises, zum anderen die Landesgartenschau (Laga) in Rathenow, in die die Kirche mit einbezogen war. Darauf kam Heinz-Walter Knackmuß, Vorsitzender des Förderkreises, in seinem Rechenschaftsbericht am Samstag zu sprechen. Zur Mitgliederversammlung in der Kirche war auch CDU-Bundestagsabgeordnete Andrea Voßhoff geladen. In ihrem Grußwort hob sie die Bedeutung des Förderkreises hervor und bezeichnete Heinz-Walter Knackmuß als einen, der "weiß, wie man für den Aufbau der Kirche begeistert." Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger lobte den Förderkreis als feste Größe in der Stadt, die vom Engagement Mitglieder lebt. Die Stadt stehe als Partner für den weiteren Wiederaufbau der Kirche bereit, versicherte er den Anwesenden. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeyer hatte ein schriftliches Grußwort geschickt und diesem gleich seinen Antrag auf Mitgliedschaft im Förderkreis beigefügt.

Wichtigstes Ereignis in der zehnjährigen Bilanz des Förderkreises war der Neubau des Kirchturms, der zu einem Wahrzeichen von Rathenow geworden ist. Spenden sind nach wie vor ein wichtiger Baustein für den Förderverein. Heinz-Walter Knackmuß dankte für die großen und kleinen Spenden im Jahr 2006, die auch von vielen ungenannten stillen Förderern des Kirchenaufbaus stammen.

Während der Laga konnte die Kirche mit Hilfe des Christlichen Jugenddorfes Perleberg fast täglich geöffnet werden, zog Knackmuß ein positives Fazit der Aktivitäten des vergangenen Jahres. Führungen von ehrenamtlichen Mitgliedern fanden statt sowie Ausstellungen und Konzerte. Am 30. April 2006 wurde die neue elektronische Orgel mit einem Festgottesdienst eingeweiht.

Auf Anregung von Dorothea und Manfred Langner aus Berlin soll das Altarbild "Simeon mit dem Kinde" künftig in Mosaiksteine gefasst werden. Dafür werden rund 15 000 Mosaiksteine benötigt.

Schatzmeister Wolfgang Krüger legte auf der Mitgliederversammlung die Jahresbilanz 2006 vor. Demnach betrug das Gesamtguthaben des Förderkreises am 31. Dezember 2006 genau 83 664,48 Euro.

Trotz des finanziellen Polsters ist der Förderkreis auch weiterhin auf jede Spende angewiesen: In den kommenden Jahren muss das Dach saniert werden, Fenster und Seitenmauern sollen neu verfugt und das Kreuzgewölbe wieder errichtet werden. Es gibt also jede Menge zu tun beim Wiederaufbau der Kirche. Heinz-Walter Knackmuß und die Mitglieder des Förderkreises würden sich freuen, wenn die Spendenbereitschaft der Bürger auch in Zukunft nicht nachlässt.

Märkische Allgemeine vom 25. September 2007

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