Zuerst der Glockenturm

Förderverein zur Sanierung der Heinsdorfer Kirche gegründet

MARTINA BURGHARDT

HEINSDORF Im Heinsdorfer Gasthaus fanden sich am Donnerstag all jene zusammen, denen der Erhalt des Kirchturmes am Herzen liegt. Nachdem vor 37 Jahren das Kirchenschiff wegen Baufälligkeit abgerissen wurde, gründeten jetzt 23 Niebendorf-Heinsdorfer einen Förderverein zur Sanierung der Kirche Heinsdorf.

Damit die beiden tonnenschweren Glocken wieder läuten können, muss die Substanz des seit 13 Jahren gesperrten Turmes gesichert und der Glockenstuhl instand gesetzt werden die ersten Aufgaben, denen sich der Förderverein widmet. Zum Vorsitzenden wurde Gerhard Schliebener gewählt. Seit Jahren interessiert ihn die Kirchengeschichte, persönlich setzte er sich für die Pflege des Kirchhofes ein. Seit der Ortsbeiratssitzung im Februar, als das Thema erneut zur Sprache kam, beschäftigte er sich mit den Möglichkeiten, mindestens das zu retten, was von der Kirche übrig ist. Pfarrer Joachim Boekels war sofort auf seiner Seite, auch im Gemeindekirchenrat und bei den Denkmalschützern stieß Gerhard Schliebener auf Interesse. Dass aber gleich so viele Niebendorf-Heinsdorfer ihre Mitgliedschaft im Verein erklärten, hat selbst ihn überrascht. In den nächsten Wochen soll ein Gutachten samt Sanierungskonzept für den Turm und die Kirchenruine erarbeitet werden. Ein Angebot liegt vor, ein weiteres soll eingeholt werden. Die Kosten allein hierfür werden auf mehr als 2000 Euro geschätzt. Der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg hat finanzielle Unterstützung zugesagt. Eine weitere Aufgabe für den Förderverein ist die Vorbereitung einer Ausstellung zur Heinsdorfer Kirchengeschichte.

In den Vereinsvorstand wurden gewählt: Günter Ukro als stellvertretender Vorsitzender, Heike Krüger als Schatzmeisterin, Corinna Semrock als Schriftführerin, Günter Niendorf und Bernd Machel als Beiratsmitglieder sowie Angela Richter als Kassenprüferin.

Damit auch alle Einwohner, bis nach Buckow, von dem neuen Förderverein erfahren, sollen am Sonnabend, dem 29. September, um 16 Uhr die Glocken läuten. Dann wird nämlich das 50-jährige Bestehen des Doppelortes Niebendorf-Heinsdorf gefeiert.

Märkische Allgemeine vom 22. September 2007

   Zur Artikelübersicht