In zwei Wochen ist das Dach dicht

Sanierung der Kirche geht voran

STEFFEN SCHULZE

LIEBENWALDE Ein schönes Bild bietet sich derzeit nicht im Inneren der Liebenwalder Kirche. Das Kirchenschiff ist verstellt mit Baugerüsten, die harten Holzbänke und kostbaren Schränke sind verhüllt von milchigen Plastikplanen. Und dennoch ist Pfarrer Volkmar Gartenschläger froh. "Schön, dass ihr hier seid", sagt der 62-Jährige zu der Handvoll Bauleuten.

Es ist wieder Bewegung zu sehen auf den Gerüsten des alten Schinkelbaus. In der vergangenen Woche haben die Zimmerleute die Arbeiten am Dachstuhl abschließen können. Doch statt der ursprünglich nur 23 Balken mussten noch weitere ausgebessert werden. Weder durch Augenschein noch durch ein vorab erstelltes Gutachten war der enorme Befall vorherzusehen, sagt Gartenschläger. Seit 1993 steht er der Gemeinde mit ihren 900 Mitgliedern vor.

Nun kann das Dach komplett gedeckt werden. Bereits im vergangenen Jahr war das östliche Kirchendach eingedeckt worden. Derzeit sind Liebenwalder Dachdecker dabei, auch die restlichen Dachziegel aufzubringen. "Erst wenn das erledigt ist, können die Dachklempnerarbeiten beginnen", so Bauingenieur Klaus Hintze, der die Bauarbeiten begleitet.

Wahrscheinlich in zwei Wochen können die Regenrinnen und Blitzableiter montiert werden. Auch zwei neue Schornsteinköpfe werden gemauert.

"Erst wenn das Dach wieder dicht ist, kann der neue Dachboden eingezogen werden", erklärt Hintze. Momentan halten nur Plastikplanen die Regentropfen ab. Eine 40 Millimeter starke Dielung soll dann eingezogen werden, wo jetzt nur Spanplatten eine dünne Decke bilden. Die Schutzgerüste im Kirchenschiff sichern die Bauarbeiter.

Die Innensanierung der Kirche ist für Gartenschläger kein Thema. "An eine Förderung, wie bei dieser Hüllensanierung, ist nicht mehr zu denken", bedauert der Pfarrer. 590 000 Euro verschlingen die derzeitigen Bauarbeiten.

Märkische Allgemeine vom 11. Mai 2007

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