Wallfahrtskirche soll bis 2020 saniert sein

Konferenz zur Zukunft von Alt Krüssow

CARSTEN SCHÄFER

ALT KRÜSSOW Bis 2020 soll die alte Wallfahrtskirche von Alt Krüssow komplett saniert sein. Dieses nach der verlorenen RBB-/MDR-Show ehrgeizige Ziel hat der Vorsitzende des Fördervereins Uwe Dummer sich und seinen Mitstreitern gesetzt, erklärte er gestern der MAZ. "2020 wird die Kirche 500 Jahre alt", so Dummer. 1520 wurde sie geweiht.

Bei einer Ideenkonferenz im Klosterstift Heiligengrabe am vergangenen Donnerstag haben der Förderverein, die Stadt Pritzwalk, die Denkmalschutzbehörde, das Klosterstift Heiligengrabe und der zuständige Gemeindepfarrer gemeinsam mit der Alt Krüssower Ortsbürgermeisterin Vorschläge zusammengetragen, wie es nach der Show weitergehen kann. Die Grundidee ist, die Kirche von Seiten der Stadt und des Dorfes, von der Kirchengemeinde und als touristische Attraktion stärker zu nutzen. Vor allem die kirchliche Nutzung ist entscheidend, so Dummer. Nur dadurch kann der Kirchenkreis überzeugt werden, mehr Geld zu geben. Deswegen sollen Festgottesdienste oder gemeinsame Gottesdienste des Pfarrsprengels verstärkt in Alt Krüssow gefeiert werden. Gleichzeitig plant auch das Klosterstift, einige Veranstaltungen dorthin abzugeben, erklärte Stadtsprecher Fred Pogalski gestern. Uwe Dummer sagte, auch für den Kreiskirchentag 2008 biete sich die Wallfahrtskirche an.

Touristisch wollen die Partner Alt Krüssow besser an Heiligengrabe und Bad Wilsnack anbinden. Eine der Ideen ist, einen Pilgerweg vom Kloster Richtung Wallfahrtskirche zu schaffen, der dann später Richtung Bad Wilsnack verlängert werden könnte. Außerdem sollen die Routen von Pritzwalk und Heiligengrabe nach Alt Krüssow besser ausgeschildert werden, sagte Fred Pogalski. Erste Überlegungen gibt es auch, wie das touristische Angebot im Dorf selbst verbessert werden kann. Gedacht ist an einen Pilgerstützpunkt und eventuell ein Café im Nebenerwerb. Der Vorteil solcher Projekte: Für sie gäbe es Geld aus den Fördertöpfen der EU.

Auch an der Kirche selbst soll in diesem Jahr noch gearbeitet werden. Zusammen mit dem Trostpreis aus der Fernsehshow wird der Förderverein wohl 110 000 bis 120 000 Euro investieren können. Was genau damit saniert werden soll, steht aber noch nicht fest, so Uwe Dummer. Im Gespräch sind die Kapelle und der Ostgiebel.

Märkische Allgemeine vom 08. Mai 2007

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