Notsicherung der Kirche ist vollzogen

Bartschendorfer und Kirchengemeinde Dreetz sagen allen Spendern ein herzliches Dankeschön

BARTSCHENDORF Der marode Turm der Bartschendorfer Kirche bedurfte dringend einer Notsicherung. In mehreren Ausgaben des Neustädter Amtsblattes war darüber informiert worden, und es gab auch einen Spendenaufruf.

Diese Notsicherung wurde jetzt mit einem Betrag in Höhe von 9000 Euro durchgeführt, war von Karl-Heinz Hans vom Förderverein Dreetz zu erfahren. Die einst dafür veranschlagten 12 000 Euro konnten mit Hilfe einer Holzverarbeitungsfirma aus Buchow, die spezielle Arbeiten für Kirchensanierungen durchführt, gesenkt werden.

Viele Firmen und Privatpersonen sowie auch Mitglieder des Fördervereins Dreetz haben mit Geldspenden und Sachleistungen die Notsicherung unterstützt. "Dafür sagen die Bartschendorfer Bürger und die Kirchengemeinde Dreetz allen Spendern ein recht herzliches Dankeschön", so Karl-Heinz Hans.

Auch die Kirchturmglocke, die samt Glockenstuhl aus der Turmspitze in den Turmfuß versetzt wurde, kann nun zu festlichen Anlässen wieder geläutet werden. Der Kirchenturm wurde innen mit Stempeln abgestützt und so stabilisiert. Die um ca. 20 Zentimeter im Bereich der Schallluke eingedrückte südwestliche Turmwand wurde mit schweren Eisenträgern abgestützt. Der gesamte Innenbereich des Turmes ist von Bauschutt befreit worden. Die Fensteröffnungen wurden mit Sicherheitsglas verschlossen und die Türen repariert. Die verrottete Holzverschalung am südöstlichen Giebel des Turmes ist jetzt erneuert und bekam Lüftungsschlitze in Form eines Kreuzes. Zum Schluss wurde um die Kirche herum das Umfeld planiert und der Zaun, der eine Distanz zum Bauwerk schuf, beseitigt.

"Somit ist der Mittelpunkt von Bartschendorf wieder für jedermann zugänglich", so Hans weiter, um dann darauf zu verweisen: "Ein Dorf ist keine kleine Stadt. Es hat eine eigene Seele und eigene Spielregeln des Zusammenlebens. Zum Schutz vor Gefahren aller Art und um sich einander zu helfen haben sich unsere Vorfahren zu dörflichen Gemeinwesen zusammengeschlossen. Der Mittelpunkt dieser Dorfgemeinschaften waren die Kirchen. Dass hier solch ein Mittelpunkt eines dörflichen Gemeinwesens erhalten werden konnte, zeigt, dass der Geist, der dieses Gemeinwesen trägt, noch vorhanden ist.

Da die Versorgung der Dörfer mit Infrastrukturleistungen wegen der abnehmenden Bevölkerungsdichte immer schwieriger wird, ist es gerade dieser Gemeinschaftsgeist des Dorfes, der gepflegt und weiterentwickelt werden muss. Das dies gelingen kann, ist an der Kirche von Bartschendorf sichtbar geworden."

Für weitere Arbeiten an der Kirche wird noch immer um Spenden auf folgendes Konto gebeten: Kontoinhaber: Kirchenkreisverband PR-HVL-Ruppin, Bankinstitut: Sparkasse OPR, Bankleitzahl: 160 502 02, Konto-Nummer: 152 100 03 24, Verwendungszweck: Spende Kirche Bartschendorf.

Weitere Informationen über die Geschichte der Bartschendorfer Kirche, die 1802 fertig gestellt wurde, sind zu finden im Internet unter www.Gemeinde-Dreetz.de. MAZ

Märkische Allgemeine vom 18. April 2007

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