Erste Dreharbeiten nach Ostern

Am 10. April beginnen in Alt Krüssow die Vorbereitungen für die große Fernsehshow

CARSTEN SCHÄFER

ALT KRÜSSOW Schon direkt nach Ostern wird es ernst mit Alt Krüssows Kampf um die halbe Million Euro für die Sanierung der alten Wallfahrtskirche. Das hat der Vorsitzende des Fördervereins, Uwe Dummer, bei der Einwohnerversammlung des Pritzwalker Ortsteils am Dienstagabend deutlich gemacht.

Am 10. und 11. April rückt ein Team der Produktionsfirma der Fernsehshow an, um mit den Alt Krüssowern die ersten beiden Aufgaben in Angriff zu nehmen, die sie schon vor der eigentlichen Fernsehshow am 22. April erfüllen müssen. In einem nur 60 Sekunden langen Film soll der Ort mit allen wichtigen Punkten vorgestellt werden, außerdem wird ein von den Dorfbewohnern selbst konzipierter Werbespot für die Kirchenrenovierung gedreht.

Für die Alt Krüssower wird schon das eine Herausforderung, das wurde am Dienstag klar. Sie haben gegenüber ihren Konkurrenten einen erheblichen Nachteil: Ihr Ort ist viel kleiner. Nur auf etwa 110 Einwohner bringt es das Dorf, alle anderen haben eine Bevölkerungszahl zwischen 1800 und 3000. Dort ist es natürlich viel einfacher, mitten am Tag genügend Menschen zusammen zu bringen, um die vorproduzierten Spots zu drehen. In Alt Krüssow geht das erst ab dem Nachmittag, denn fast alle Dorfbewohner arbeiten außerhalb ihres Ortes, viele weit entfernt.

Uwe Dummer schwor sie am Dienstag aber trotzdem auf ihre Aufgabe ein, Aufgaben wurden verteilt und Verantwortliche benannt. "Wir haben sehr gute Karten, wir werden gewinnen!", motivierte er die Alt Krüssower. Sie können mit einem großen Pfund wuchern: Der Kirche selbst. Sie ist laut Uwe Dummer nicht nur das größte, sondern auch das älteste der beteiligten Gotteshäuser. "Die anderen Kirchen stammen aus dem 17., 18. Jahrhundert. Unsere aus dem 14.!" Zudem liegt für die Wallfahrtskirche bereits ein fertiges Sanierungskonzept vor. "Wir könnten sofort anfangen."

Die meisten Alt Krüssower glauben an den Erfolg. "Wir denken positiv. Wir werden das schaffen", sagte Roswitha Schick. Auch Marina Friedrich und Nadine Berg sind überzeugt: "Wir gewinnen!" Ein wenig Skepsis gab es am Dienstag höchstens wegen der kurzen Vorbereitungszeit. Aber immerhin winken in jedem Fall 50 000 Euro als Trostpreis. Schon das wäre ein guter Start für die Sanierung.

Märkische Allgemeine vom 05. April 2007

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