Im Advent erklingt die Orgel wieder

Kirchenförderverein stellt Sanierung in den Mittelpunkt

JÜRGEN KRUMNOW

WESERAM In der Adventszeit soll die Orgel in der Weseramer Kirche nach ersten Schritten der Sanierung wieder zu hören sein. Bis dahin werden von August bis Dezember zwei von sieben Arbeitsabschnitten realisiert, für die über 18 500 Euro aufgewendet werden. Die Kosten für die Sanierung der Orgel betragen insgesamt 34 000 Euro, die in diesem Jahr nicht zur Verfügung stehen. Das teilte Manfred Gunkel, Vorsitzender des Fördervereins Dorfkirche Weseram, am Sonnabend bei der Mitgliederversammlung mit.

Trotz dieser Einschränkung war das eine Nachricht, die mit Freude von den Mitgliedern des Vereins aufgenommen wurde. Im Mai vor zwei Jahren gegründet, zählt dieser inzwischen 29 Frauen und Männer, die sich der Sanierung des Gotteshauses verschrieben haben. Die in den vergangenen Jahren erreichten Ergebnisse sind sowohl aus der Ferne, am Fuße der Mauern und im Inneren des im 18. Jahrhunderts errichteten Gebäudes zu sehen.

Allein 2006 wurden beispielsweise die aus den 50er Jahren stammende und immer wieder nur notdürftig reparierte Elektroanlage erneuert, zwei Kronleuchter gekauft, die Kanzel saniert, die Fußbodenplatten im Turm und im Kirchraum ausgebessert und Wände neu gestrichen. Geschmackvoll gestaltet ist der Außenbereich, für den sich die Kommune eingesetzt hat. Während manche Arbeiten nur von Fachleuten geleistet werden konnten, haben Mitglieder viele Stunden geopfert, um das Aussehen des denkmalgeschützten Gebäudes zu verbessern. Gunkel benannte mehrere Bürger, hob in seinem Rechenschaftsbericht aber Uwe Klingberg und dessen Sohn Jochen hervor.

Sowohl solche Initiativen als auch die Bemühungen um die Finanzierung werden weiter notwendig sein, um den nicht nur baulichen Mittelpunkt des Dorfes immer anziehender zu machen. So haben die Vorstandsmitglieder Gertrud Beelitz und Peter Malpricht Spendenaktionen ins Leben gerufen, um den Eigenanteil zu erhöhen. "Das ist eine gute Voraussetzung, wenn wir Anträge auf die Förderung stellen", sagte Gunkel.

Märkische Allgemeine vom 26. März 2007

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