Gemeinsam bauen und feiern

Förderverein will mehr Leben in die Kränzliner Kirche bringen

KATHARINA KASTNER

KRÄNZLIN Die vergangenen 400 Jahre sind an der Kränzliner Kirche nicht spurlos vorübergegangen. Mal drang Regen durch das Turmdach, dann faulten die Holzbalken vor sich hin. Blitzeinschläge taten ihr Übriges: Einmal zerstörten sie den Glockenstuhl, ein anderes Mal vernichtete das Feuer die halbe Kirche. Doch immer wieder war das Gotteshaus - soweit es eben ging - von Leuten aus dem Dorf repariert worden. Und auch heute setzen sich die Kränzliner für den Erhalt und Wiederaufbau der halb zerstörten Kirche ein.

Die Mitglieder des Fördervereins haben sich in dieser Woche darauf geeinigt, die Bauarbeiten im neu gedeckten Turm fortzuführen, die Fenster einzusetzen und den maroden Ostgiebel des zerstörten Kirchenschiffes zu sanieren. Mit der Giebelrettung soll eine Fachfirma beauftragt werden. Dafür will der Verein, dem 27 Mitglieder angehören, einen Großteil seines Geldes bereitstellen. Derzeit befinden sich knapp 6500 Euro in der Kasse. Mehr als 1000 Euro seien im vergangenen Jahr gespendet worden, sagt Schatzmeisterin Bärbel Thiede.

Auch in diesem Jahr wollen die Vereinsmitglieder wieder an jedem letzten Sonnabend im Monat einen "Kirchenarbeitstag" einlegen. Der erste Einsatz soll am 28. April stattfinden.

"Wir müssen überlegen, wie wir zu Geld kommen", sagt Bärbel Thiede. Sie schlägt vor, einen Flohmarkt zu veranstalten. Auch ein Frühlingsfest, bei dem Kaffee und Kuchen verkauft werden, könnte mehr Einnahmen und mehr Leben in die Kirche bringen.

Die Vereinsmitglieder sind von der Idee der Pastorin Ute Feuerstack, den Protzener Posaunenchor ins Dorf zu holen, begeistert. Sie wollen ein Bläserkonzert in der Kirchenruine an einem Sommernachmittag im Juni organisieren.

Märkische Allgemeine vom 23. März 2007

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